Da ich grad dabei bin, hier noch mal ein Blogpost. Schon wieder zum Thema Schwarzwald Gegenwind, diesem über ihren aktuellen unaktuellen Flyer.
Dass man Flyer auch designen, also ansprechend, interessant gestalten kann, ist eine Tatsache, scheint der BI aber nicht wichtig. Egal, Inhalte sind wichtiger. Wenn denn wenigstens welche drin wären.
Mal ein kurzer Abriss.
In gewohnt lächerlicher Polemik wird von Windindustrieanlagen, was sie auch noch mit WKA1 abkürzen. Natürlich sind Windkraftanlagen Industrieanlagen. Keine Frage. Aber das gilt halt für jegliche technische Anlage, schlussendlich selbst für die Zahnarztpraxis oder die Schreinerei. Und mutmasslich für die Arbeitsplätze der Bi-Leute. Aber hier soll halt man wieder etwas Framing gemacht werden, ungefähr auf dem Niveau, auf dem schlechte Menschen etwas bessere Menschen als “Gutmenschen” beschimpfen wollen.
Im Stil der 1980er (Wer erinnert sich nicht an solche Sachen in Bravo, nur selbst dort und damals hübscher gesetzt) ist der Flyer in einer Art FAQ gestaltet. Der erste Block handelt von den geplanten Anlagen. Da ich hier nicht auf dem Laufenden bin, kann ich nichts dazu sagen, in dubio pro reo gehe ich mal davon aus, dass das so stimmt.
Als Nächstes folgt ein “Wussten Sie schon,…[sic!]”, bestehend grösstenteils aus Informationen, wie sie auch in antiken Reiseführern stehen, also wie hoch irgend welche Türme sind. Praktisch zu wissen. Der letzte Punkt passt natürlich nicht, da er keine Fakten, sondern willkürliche Spekulation enthält. Niemand weiss, ob es in 10, 15 Jahren ein Repowering mit höheren WKAs geben will. Passt halt nicht in “Wussten sie schon,…”, da es sich nicht um Wissen handelt.
Als nächstes geht es, Achtung Abwechslung, im Block “Ist Ihnen bekannt,…[sic!]” mit Angstmache weiter.
Schon im ersten Punkt geht es um den immer wieder bemühten Stress, Dauerstress und Infraschall. Letzterer ist, wie wir ja alle wissen, sehr wenig erforscht, es gibt kein “schadet auf jeden Fall” und wird vor allem bei weitem nicht nur durch WKAs ausgelöst. Die Aussage, dass Dauerstress krank mache, ist freilich richtig. One sie aber eine Relevanz für WKAs hat, ist zumindest umstritten, auf jeden Fall nicht endgültig geklärt, den Nachweis, dass es Fälle gäbe, wie behauptet wird, bleibt die BI schuldig. Was aber halt genau so bekannt ist, ist der Nocebo-Effekt, also die Tatsache, dass Angstmache, wie sie u.a. durch Schwarzwald Gegenwind betrieben wird, gar nicht selten dazu führt, dass Menschen unter Symptomen leiden, die sie dann z.B. der WKA zuschreiben. Vielleicht sollte Schwarzwald Gegenwind mal dazu etwas schreiben?
Im zweiten Punkt geht es wieder um “den Infraschall” und wie er sich ausbreitet. Das wissen wir, kennt man, wenn man mal im Vorraum einer Disco gestanden ist, oder neben einer Autobahn, oder neben einer grösseren Industrieanlage. Wie sich Infraschall auswirkt, ist kaum erforscht, die aktuellen Daten deuten nicht darauf hin, dass es schwerwiegende Auswirkungen gibt, vor allem gibt es mehr als genug Daten, die zeigen, dass WKAs in der Debatte nicht alleine zu betrachten sind.
Beim Dritten Punkt wird es lustig, ich zitiere ihn mal:
…dass ein relativer Schutz vor dem Infraschall erst durch einen Mindestabstand von 10 x die Höhe der WKA (hier also ca. 2.300 Meter) gegeben ist, weil dann eine gewisse Schall-Verringerung eintritt?
Was “relativer Schutz” sein soll, weiss ich nicht, vermutlich wollen sie sich von “absoluter Schutz” abgrenzen oder so. Die “10x” sind offensichtlich frei ausgedacht, und “gewisse Schall-Verringerung” halt wieder polemischer Unsinn. Eine “gewisse Schall-Verringerung” tritt immer ein, “gewiss” ist keine Quantifizierung (die ja durch die Zahlen zuvor eingeleitet wurde). Schall-Wahrnehmung ist ein komplexes Feld, es gibt diverse Begriffe bzw. Konzepte wie Schalldruck, Schallintensität oder Hörgrenze (die drei sind quantitativ erfassbar), oder auch Lautstärke bzw. Lautheit (die sind nicht einfach physikalisch quantitativ erfassbar, da sie sog. psychoakustische Modelle darstellen, die subjektive Wahrnehmung, Frequenzgänge usw. beinhalten). Die Abnahme des Schalls bis hin zur Hörgrenze ist aber klar quantifizierbar, hängt aber u.a. vom Pegel (also schlussendlich der Schallenergie) und diversen anderen Faktoren ab, so pauschale Aussagen wie oben sind, was auch sonst, Unsinn.
Weiterer Unsinn folgt bei den Abständen von WKAs. Die genannte 700m-Empfehlung in Baden-Württemberg ist uralt und schon lange durch Einzelfallregelungen ersetzt. Weiterhin gab es vor ein paar Wochen einen Beschluss zur länderübergreifenden Regelung. Der Flyer ist zwar von Oktober, aber wenn die BI schon so viel Einsatz zeigt, EWS und Herrn Schönbett zu diskreditieren, könnte sie ja auch mal ihren Papierkram aktuell halten. Wie es in anderen Ländern konkret aussieht, weiss ich nicht (hätte ja gerne eine Quelle von Schwarzwald Gegenwind gehabt, aber sowas liefern die ja nicht), aber da, wie der vorherige Satz im Flyer ja sagt, es keine einheitliche Regelung in D gab, ist es blanker Unsinn, zu schreiben, dass Deutschland in Europa mit die geringsten Abstände vorsehe.
Dann, fett gedruckt, schon wieder mal die alte Lüge, dass die Windkraft in Deutschland (explizit ALLE WKA) nicht2 zum Klimaschutz beigetragen habe.
Dann folgen wieder zusammenhanglose Rants zum Thema Energiewende3.
- Nein, es ist keine Augenwischerei, von einer Energiewende zu sprechen, wenn WKAs nur einen wirklich kleinen Teil des Primärenergieverbrauchs liefern. Warum? Weil niemand sagt, dass die Energiewende ausschliesslich mittels WKA vollbracht werden kann und soll, und weil die Energiewende zum Glück aus sehr vielen (wenn auch noch viel zu wenigen) Bausteinen besteht
- Nein, es ist keine Augenwischerei, wenn WKA einen Eigenenergiebedarf haben (Ich bin gerade zu faul, die genannten 6-15% nachzuschlagen, sie erscheinen mir zu hoch, aber ich lasse sie einfach mal stehen). Warum? Weil WKAs nachweislich einen positiven Erntefaktor haben. Der Eigenverbrauch wird ja auch beim Wirkungsgrad komplett rausgerechnet. Wie bei jedem anderen Kraftwerk übrigens auch, die meisten Kraftwerke brauchen externe elektrische Energie, produzieren aber freilich mehr als sie benötigen.
- Nein, es ist keine Augenwischerei, wenn die WKA die Nennleistung eines AKW nicht ersetzen können. Warum? Weil der Ansatz ein anderer ist. AKW sind extrem umweltunfreundlich (Abbau und Aufbereitung Brennstoff, Atommüll usw.), riskant und vor allem unwirtschaftlich4. Aber schon wieder leuchtet da die EIKE-Agenda durch, genau wie Schwarzwald Gegenwind die rechten Verbindungen leugnet, dabei aber immer wieder entsprechende Quellen angibt, behaupten sie, gegen Kernkraft zu sein, lassen aber immer wieder die vermeintlichen Vorteile der Kernkraft durchscheinen. Honi soit …
- Nein, es ist keine Augenwischerei, dass aufgrund von “Zufallsproduktion” fossile Kraftwerke und hier auch Atomkraftwerke mitlaufen müssen. Warum? Weil das gelogen ist. Es fängt mit der Polemik “Zufallsproduktion” an, diese Produktion ist recht gut prognostizierbar5. Und an keiner Stelle müssen fossile Kraftwerke “mitlaufen”, ganz im Gegenteil: AKWs und Kohlekraftwerke lassen sich kaum regeln, nicht schnell starten6 und auch nicht schnell herunterfahren. Sie laufen vielmehr, weil sie so viele Gewinne abwerfen. Es ist richtig, dass die meisten erneuerbaren Energien zusätzliche Regelkapazitäten benötigen, idealerweise Energiespeicher, die dauern aber noch, aber halt nicht Kohle- und Atomkraftwerke, sondern, wenn schon, dann moderne Gaskraftwerke, die zwar absolut nicht sauber sind, aber per se schon sauberer und vor allem bis auf Null regelbar. Sprich: die sind fast immer aus und erzeugen nur dann Emissionen, wenn sie kurz benötigt werden.
- Nein, es stellt keine Augenwischerei dar, dass die Kohle- und Atomkraftwerke bei Wind- und Sonnenmangel energieaufwendig hochgefahren werden müssen. Warum? Weil es schlicht gelogen ist. Ein Kohle- oder Atomkraftwerk fährt man nicht “mal schnell hoch”, das dauert ewig, daher will der Betreiber das nicht machen. Siehe oben
Augenwischereien stellen also mal wieder die Lügen und Halbwahrheiten von Schwarzwald Gegenwind dar. Schade.
Dann geht es weiter mit “Fakten”.
- Ja, es ist so ziemlich jedem, der WKA will, klar, dass Deutschland (wie alle anderen auch) über zu wenig Speicherkapazitäten verfügt, dass diese dringend ausgebaut werden müssen. Daher fordert auch niemand, genau jetzt alles auf Wind, Solar und Wasser umzustellen. Daher gibt es Ziele und Fristen. Es ist aber halt allen klar, dass Deutschland u.a. mit seinem Stromverbrauch extrem viel CO2 usw. produziert, ebenso wie Atommüll usw.
- Ja, es ist so ziemlich jedem, der WKA will, klar, dass Wind und PV Vorrang haben bei der Einspeisung. Natürlich ist das klar, das ist der Sinn der ganzen Übung, was denn auch sonst?
- Nein, es ist niemandem klar, dass Deutschland, wenn zu viel Strom aus Wind und Sonn eingespeist wird, Strom verschenkt oder gar für die Abnahme bezahlt. Weil das gelogen ist. Genau ein Punkt weiter oben steht ja, dass Strom aus Sonne und Wind Vorrang haben. Es gab meines Wissens bisher keinen Moment in der Geschichte, wo Wind und PV mehr als 100% der genutzten Leistung geliefert hätten. Und wenn es solche Momente bereits gab, waren sie so gering, dass das quasi nicht ins Gewicht fällt. Wahr ist hingegen, dass die mitlaufenden Kohle- und Atomkraftwerke halt nicht schnell und billig runterregeln können, deren Überschuss muss dann irgend wie aus dem Netz, das wird dann verschenkt oder gar negativ bezahlt.7
- Ja, es ist so ziemlich jedem, der WKA will, klar, das WKA gelegentlich aus dem Netz gedreht werden, um das Netz zu stabilisieren. Nur ist das nicht so, weil Windkraft nix taugt, auch wenn Schwarzwald Gegenwind genau das offensichtlich implizieren will, sondern liegt es zum einen an dem einen Punkt weiter oben beschriebenen zu viel an Leistung im Netz8, weil kaum regelbare Kohle- und Atomkraftwerke zu viel Strom liefern, oder es handelt sich unabhängig davon um schlichte Regelenergie. Genau deswegen werden auch Wasserkraftwerke geregelt, gibt es Pumpspeicherkraftwerke usw. Der Verbrauch ist dynamisch, da muss immer wieder nachgeregelt werden, schon immer. Bei Kohle- und Atomkraftwerken geht das fast nicht, bei WKAs halt (wie auch zB bei Wasser oder PV, aber auch Gas) ziemlich gut.
- Ja, es ist so ziemlich jedem, der WKA will, klar, dass die WKA-Betreiber dann Ausfallvergütungen bekommen. Das liegt daran, dass das Netz eben immer noch von Kohle- und Atomkraftwerken mit Strom gefüllt wird, und da EE-Strom Vorrang hat, muss das umgelegt werden. Für den Kunden wäre es9 wirtschaftlicher, die Grosskraftwerksbetreiber dafür in die Pflicht zu nehmen, aber das wurde fröhlich verhindert.
Abgeschlossen wieder mit billiger Polemik. Mit dem EEG lässt sich Geld verdienen, ausser Frage10, nur verdienen die Betreiber von Kohle- und Atomkraftwerken, die ja die obigen Kosten verursachen, halt noch sehr viel mehr Geld…
Dann kommt noch mal ein BRAVO-Block. Mal sehen.
- Nein, ich wusste nicht, dass die Nennleistung11 als reines Mass für die Versorgung genannt wird, man also in der Rechnung davon ausgeht, dass der Wind immer bläst, die Anlage immer mit voller Leistung läuft. Ist das so? Schauen wir mal. Einfach etwas googeln ergibt für On-Shore-Anlagen in etwas folgende gängige Aussage: eine WKA mit 3MW Nennleistung liefert Strom für ca. 2000 Haushalte. Wenn diese Anlage nun 350 Tage im Jahr läuft (der Rest ist für Wartung), dann liefert sie 3MW*24h*350 = 25.200MWh12. Ein durschnittlicher Haushalt braucht im Jahr ca. 4MWh an Strom, die genannten 2000 Haushalte also 8.000MWh. Ich wusste das also nicht, weil Schwarzwald Gegenwind da schon wieder lügt.
- Ich wusste, dass der Südschwarzwald in der Windzone 1 liegt, vom Rest weiss ich es nicht, ob ich der Aussage von Schwarzwald Gegenwind glauben soll, weiss ich nicht. Spielt aber keine Rolle. Auch in Windzone 1 kann man mit positivem Erntefaktor mit Windkraft Strom erzeugen. Ich habe auch schon PV-Anlagen in Nordschottland projektiert, auch die liefern Energie. Weniger als im Kleinen Wiesental, mehr als sie zum Bau gebraucht haben
- Dass Betreiber in windschwachen Gegenden mehr Vergütung bekommen, wusste ich, nur ist das nun nichts besonderes. Der Bauer im Kleinen Wiesental bekommt zum Glück auch mehr Zuschüsse als der Bauer in Mecklenburg-Vorpommern, der keinerlei Hanglage hat.
- Ich wusste nicht, dass wir Verbraucher, die unsinnige WKA-Industrie mit unseren Stromrechnungen finanzieren. Ich wusste natürlich, dass wir die sinnvolle WKA-Industrie mit unseren Stromrechnungen finanzieren, so wie wir exakt jede Industrie mit unserem Geld finanzieren. Allerdings weiss ich auch, dass wir die klassischen Energieerzeuger wie Kohle- und Atomkraftwerke neben der Stromrechnung noch immens mit unseren Steuergeldern finanzieren.
- Ich wusste zum Glück, dass es (zumindest in dem Kontext) nur ein Stromnetz gibt. Was freilich keine Relevanz hat
- So ziemlich jeder weiss, dass Zuhause irgend ein Strommix ankommt. Wer in der Schule aufgepasst hat, weiss, dass der Strom immer den kürzesten Weg nimmt. Wenn ich auf dem Dach eine PV-Anlage habe, dann bekommen ich und meine Nachbarn einen nicht kleinen Teil unseres Stroms direkt davon. Wenn 2km weiter eine WKA steht, bekommen wir einen nicht kleinen Teil direkt davon. Wenn nichts davon da steht, bekommen wir unseren Strom hier zum Teil aus Wasserkraft und zum grossen Teil von Fessenheim (noch) und Leibstadt und Betznau. Wollen wir das?
- Ich wusste auch, dass der Strom aus meiner Steckdose ein Mix aus allem möglichen ist. Dieser Mix wird aus Marketinggründen gerne als “grauer Strom” bezeichnet.
- Ich wusste, dass EWS ihren Strom als “grünen Strom” bezeichnet, weil EWS ein StromLIEFERANT ist, daher von der Quelle aus spricht, und die ist in dem Fall grün, nicht grau. Ich wusste nicht, dass das irreführend ist. Wenn man aber halt so grosse Probleme hat, solche Technologien zu verstehen, wie es bei Schwarzwald Gegenwind häufig der Fall ist, dann kann einen das schon verwirren. Auch hier gilt: einfach mal mit Fachleuten aus dem entsprechenden Fachgebiet reden, anstatt sich Unsinn von Apothekern usw. erzählen zu lassen
Dann folgt noch ein Rant über extrem schreckliche ökologische Folgen (warum die bei der Forstwirtschaft, die sehr viel mehr schlägt, oder beim Strassenbau keine Rolle spielen, hat Schwarzwald Gegenwind immer noch nicht recherchiert) und der Verweis auf tote Vögel und Insekten.
Der letzte Verweis wäre sogar sinnvoll, wenn Schwarzwald Gegenwind Konzepte liefern würde. Windkraft ist alles andere als ideal. Aber Kohle- und Atomkraftwerke sind halt noch weniger ideal. Und das ist unser Problem.
Zum Abschluss noch etwas Literatur zur Vernunftkraft, deren Name als Schwarzwald-Vernunftkraft (Zusammenschluss mehrerer lokaler Initiativen) auch direkt inc. Spendenkonto auf dem Flyer vertreten ist. Der Hauptverband ist mehrfach auf der Schwarzwald Gegenwind-Website verlinkt. Vernunftkraft ist sehr eng mit EIKE vernetzt, dieses “Institut”13 ist wiederum sehr eng mit der AfD verbunden.
- https://lobbypedia.de/wiki/Vernunftkraft
- http://www.sfv.de/artikel/mit_vernunftkraft_gegen_saubere_energie.htm
- https://www.tagesspiegel.de/themen/agenda/rechtspopulisten-das-netzwerk-der-klimaleugner/24038640.html
- https://www.tagesspiegel.de/politik/pseudo-wissenschaft-fuer-die-massen-in-muenchen-trifft-sich-die-deutsche-klimaskeptiker-szene/25029760.html
- https://www.sueddeutsche.de/muenchen/leugner-des-klimawandels-geisterfahrer-mit-afd-naehe-1.4822579
Und als kleines Zückerli:
- WindKraftAnlage
- Ja, nichts, nicht etwa wenig, kaum oder was auch immer, ganz konkret “nicht” schreibt Schwarzwald Gegenwind
- Man kann es nicht oft genug sagen: Den Typen von Schwarzwald Gegenwind geht es nicht um den Schwarzwald oder Umweltschutz, es geht um eine neoliberale Agenda, befeuert von Vernunftkraft, EIKE, AfD und Co, gegen das EEG, gegen erneuerbare Energien, gegen Änderungen.
- aus Volkswirtschaftlicher Sicht, als Betreiber freut man sich über dicke Gewinne dank Jahrzehntelanger hoher Subventionen, bei quasi keinem Risiko
- Ganz analog müsste man sonst Kohle- und Atomkraftwerke abschalten, da sie mit abrupten Lastwechseln nicht klar kommen, die durch die “Zufallsabnahme” der Stromkunden verursachen. Auch die Last lässt sich sehr gut prognostizieren.
- AKWs noch nicht mal ohne sehr viel externe Energie, Stichwort: Schwarzstart
- Da Schwarzwald Gegenwind ja immer so ihre Probleme mit dem Dreisatz haben, hier ein vereinfachtes Beispiel mit sehr einfachen Zahlen: Zu irgend einem Zeitpunkt werden im Netz 100GW an Leistung benötigt. Wind und PV liefern zu genau diesem Zeitpunkt 50GW. Kohle- und Atomkraftwerke liefern zu dem Zeitpunkt 70GW. Es werden also 50GW + 70GW = 120GW geliefert, aber nur 100GW angenommen. 20GW sind zu viel und müssen weg. Liegt das nun an Wind- und PV-Anlagen oder an Kohle- und Atomkraftwerken?
- Das Netz wird instabil, wenn die Bilanz zwischen eingespiesener Energie aus Kraftwerken und Abnahme durch Stromverbraucher (plus Verluste) nicht auf exakt 0 ausgeglichen ist, also entweder zu viel oder zu wenig elektrische Energie im Netz vorhanden ist
- Abgesehen davon, dass diese Umlage nicht von den Grossverbrauchern bezahlt wird, was eine Frechheit ist, von Schwarzwald Gegenwind aber halt nicht thematisiert wird
- Ich nehme an, dass auch die Schwarzwald Gegenwind-Leute irgend wie ihr Geld verdienen
- Bitte, liebe Schwarzwald Gegenwind, ladet wenigstens einmal einen Fachmann ein, der Euch die Begriffe und Konzepte einmal richtig erklärt. Apotheker eignen sich dazu nicht, Wirtschaftswissenschaftler auch nicht. Ihr schreibt “Nennwert”, wenn Ihr “Nennleistung” meint
- 25.200Megawattstunden=25,2Gigawattstunden
- So ziemlich jeder kann sich “Institut” nennen, das sagt nichts aus