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eingeimpft, eingeseift, für dumm verkauft vom Gegenwind

Nach wie vor Corona-Krise, nach wie vor Kinderbetreuung, nach wie vor eher wenig Zeit, daher kurz.

Wieder hat ein “admin” eine Art Pamphlet auf der Website von Schwarzwald Gegenwind hinterlassen. Wieder einmal bin ich ein paar Wochen zu spät, der Text dort stammt vom 25.04. Egal.

Wieder einmal strotzt der Artikel vor Lügen, Halbwahrheiten und Verdrehungen. Er Schwurbelt extrem viel herum, daher ist es mir (siehe oben) nicht möglich, auf jeden Absatz einzugehen, ich picke mir einfach ein paar heraus. 

Nachdem die Herren (nach wie vor fehlen die Damen bei der BI, oder?) eine Weile versucht haben, den Umweltschutz, vor allem den des Schwarzwaldes, als ihre Agenda zu verkaufen, wird die neoliberale Haltung immer offensichtlicher (siehe ihre Verweise auf Rechte Website, Klimawandelleugner usw.), auch hier geht es keineswegs um Umweltschutz, es geht um Hetze gegen das EEG im Allgemeinen und das Feindbild EWS im speziellen. Ganz nach Handbuch von EIKE, Vernunftkraft und Co.

Schon gleich am Anfang die alte Leier der Subventionen durch das EEG. Es sind keine Subventionen, wenn man kritisiert, dann soll man das bitte korrekt machen, nicht hetzerisch mit falschen Darstellungen. Genauso wie die alte Neiddebatte, dass EEG-Empfänger1 sich die Kassen mit EEG-Geld Vollpacken. Natürlich erhält man beim Betrieb einer EEG-Anlage Geld, keine Frage. Das erhält man aber auch, wenn man ein Kohlekraftwerk oder ein Atomkraftwerk betreibt. Oder wenn man Autos oder Kugelschreiber herstellt. Kapitalismuskritiker ist wichtig und relevant, aber der Kontext deutet halt nicht darauf hin, dass es hier um Kapitalismus und Entfremdung vom Elektron gehen würde. 

Pseudointellektuelle Prosa folgt, anstatt dass der Autor einfach “Die Energiewende ist scheisse” schreibt, versucht er sich an einem Rosamunde-Pilcher-Verschnitt, Parataxen, teilweise ohne Auflösung. Auch hier wieder der Verweis auf die “Profiteure” und natürlich die hohen Umlagen. Die sind hoch, keine Frage, allerdings ist es unsinnig, die Sache so einseitig darzustellen. Wie viel kostet den Stromverbraucher denn wohl die “Entsorgung” von Atommüll? Wie viel kostet den Stromverbraucher wohl die Umweltverschmutzung durch Kohlekraftwerke? Wie viel kostet den Verbraucher ganz konkret der Klimawandel? Ganz davon abgesehen, dass die Mehrbelastung durch das EEG vor allem durch den extrem übersubventionierten Markt der klassischen Energieträger entsteht. Wissen die Herren, passt aber nicht in die Agenda. Auch die pauschalen 280 Euro sind freilich Unsinn2, damit angefangen, dass es nicht “den Stromverbraucher” gibt, und dass gerade Grossverbraucher von der EEG-Umlage ausgenommen sind. 

Richtig lustig ist freilich die Aussage, dass irgend welche “Vertreter in Politik und Medien” es verlernt oder nie gelernt hätten, Behauptungen kritisch zu hinterfragen. Ist es doch so, dass das kritische Hinterfragen der Behauptungen von Schwarzwald Gegenwind regelmässig in Agression endet, aber quasi nie in sachlicher und fundierter Argumentation.  

Als nächstes natürlich die Pathologisierung, die sich auch die ähnlichgesinnten von AfD und Co. regelmässig zu nutze machen: Realitätsverlust bei den anderen. Direkt gefolgt vom Fake-News-Vorwurf (man erinnere sich: Schwarzwald Gegenwind weigert sich nahezu immer, auch nur einfache Aussagen zu belegen, auch klar nachgewiesene Lügen und Unwahrheiten werden von ihnen immer wieder wiederholt). Und immer wieder die Rede von Nachweisen, ohne jemals welche zu liefern. 

Und es folgt noch mehr Geschwurbel, mit wilden Wortkonstruktionen wie “Privilegien- Gesetz”[sic!], mit haltlosen Behauptungen, ohne Details oder gar Belege zu liefern. Die Rede ist von Eingriffen in Gesetzbüchern (welche), Außerkraftsetzung u.a. des Zivil-, Straf- oder Verwaltungsrechts, und die ständige Leier des weltweit höchsten Strompreises (der Vergleich von gesellschaftlichen wie privatwirtschaftlichen Kosten ohne die Einkommenssituation der Länder zu vergleichen, ist weder sinnvoll noch sachlich). Weiter geht es mit “ausufernden Finanzströmen”, und wirrem Zahlenmix. Erst ist von 193Mrd Euro EEG-Umlage die Rede3, dann auf einmal von 250Mrd, die in den zwanzig Jahren des EEG erlöst worden seien. Erlöst? Also als Umsatz generiert? Also ganz andere Zahlen? 

Dann eine ganz direkte Lüge. Als Seltsamkeit deklariert. Dreist wird behauptet, Betreiber von Windkraftanlagen würden Ausgleichszahlungen von den Netzbetreibern erhalten, wenn der Wind nicht wehe. Schlicht gelogen. Die Ausgleichszahlungen werden fällig, wenn der Wind weht, die Betreiber der Windkraftanlagen diesen aber nicht einspeisen können, weil im Netz durch die (kaum und teuer regelbaren)Atom- und Kohlekraftwerke genügend Strom vorhanden ist4. Das ist doof und problematisch, liegt aber daran, dass das EEG (aufgrund des Jahrzehnte lang übersubventionierten klassischen Strommarktes) eine bevorzugte Einspeisung von elektrischer Energie aus erneuerbaren Energien festlegt (nur so bekommen wir eine Energiewende hin), die klassischen Grosskraftwerke aber grösstenteils abgeschrieben und hoch subventioniert sind, weshalb es für RWE und Co. günstiger ist, das Kraftwerk weiterlaufen zu lassen, damit Geld zu verdienen und den Bürger die entgangenen Einnahme der EEG-Anlagen zu vergüten. 

Danach kommen Gemeinplätze, die klassischen EIKE-Pseudoargumente mit dem Minusstrom. Erklärung siehe oben. 

Und noch mal wird von Subventionen geschrieben, es geht hier aber eben genau nicht um Subventionen, sondern schlicht um Umlagen. Und dann der Verweis auf die “gute alte Zeit”, als Stromversorger noch nicht dereguliert waren. Dass in dieser “guten alten Zeit” Kohle- und Atomkraft immens subventioniert wurden, wird verschwiegen. Und dass wir die Altlasten dieser “guten alten Zeit” in Form von Atommüll und Klimawandel nun am Hals haben, halt genauso. 

Dann folgt wieder ein billiger Angriff auf die EWS (inclusive. Verleumdung, btw), genau wie auf “Öko-Auszeichnungen”, alles ganz pauschal und unsinnig. 

Und dann landen wir wieder bei der politischen Agenda unserer Gegenwind-Brüder. Es geht nicht um Wind, es geht nicht ums EEG, es geht um neoliberale Politik. Gemeinplätze, Schwadronieren über Wirtschaftsleistungen ohne weitere Inhalte und natürlich weitere Abwertung und Unsachlichkeit. Die Rede ist von “Ammenmärchen”, die der kenne (welche denn?). Von Durchbrüchen der Speichertechnologie (wer redet von diesen Durchbrüchen, und wie lässt sich daraus eine allgemeine Aussage ableiten?), und dass der gesamte Strombedarf gespeichert werden müsse (was Unsinn ist und niemand von Sinnen behauptet), oder dass behauptet würde, dass durch Windkraft bis zu 85% des Strombedarfs gedeckt werden könne (sicher punktuell möglich, aber kein allgemein sinnvolles oder gar anerkanntes Narrativ, vor allem nicht pauschal). 

Dann die alte Leier der Abhängigkeit. Und wieder der Verweis auf Covid-19, was sonst. Und wieder die Verdrehung, dass andere Leute Märchen erzählen würden, und natürlich Gemeinheiten, das Niveau sinkt immer mehr. 

Und dann kommt, auch hier sind wir wieder nahe bei AchGut, bei AfD und Co. ein Seitenhieb auf Merkel, um ein weiteres wirres Kompositum zu schaffen: “Wettbewerbsorgie”. Ich muss zugeben, ich habe die Parataxen der folgenden Abschnitte nun mehrfach gelesen, sie ergeben keinerlei Aussage. Es ist nicht zu entschlüsseln, um welche Wettbewerbe es dem Autoren nun gehen könnte. Wirr vor allem, wenn gerade dieser Autor anfängt, anderen Sprachpanschereien vorzuwerfen und Mitleid mit Philologen usw. zeigen will. Sorry, aber sein Text ist nun wirklich kein Augenschmaus5. Lustig vor allem, da er, wenn er von Philologen redet, wohl eher GermanistInnen meint, aber dieser “admin” neigt ja nicht selten dazu, zwanghaft Worte verwenden zu wollen, die er nicht wirklich versteht. 

Ähnlich lustig, wenn auch traurig, ist dann folgender Absatz, es geht um die Frage, was sein Geschwurbel mit einer BI zur Verhinderung der Windkraft auf Schwarzwaldhöhen zu tun habe:

Die Antwort ist einfach: Den Menschen dort, wie überall, werden Behauptungen, vermischt mit Angst- und Schreckensbildern um Augen und Ohren geschlagen, um dann mit den schönen Bildern einer geretteten, neuen Welt zu einer Art Glaubensbekenntnis verrührt zu werden. Mit einer realen Welt und erreichbaren Wirklichkeit jedoch, haben all diese hinlänglich bekannten Verheißungen wenig bis nichts zu tun.

Zuallererst geht es, wie gesagt, dieser BI nicht um Windkraft oder gar Umweltschutz. Das wäre die einfachste Antwort gewesen. So beschreibt er aber genau das Vorgehen der BI6, mit ihren Lügengeschichten, mit Angstmacherei vor Infraschall usw. Und dann halt wieder die ekelhafte Pathologisierung. Nur wir von der BI kennen die Realität, alle anderen, die anderes meinen oder wollen, leiden an Realitätsverlust und lassen sich von Wahnvorstellungen treiben. Goldenes Kalb in Reinform. 

Dass er wiederholt “Narrativ” in Anführungszeichen setzt, deutet wohl entweder darauf hin, dass er diesmal erkannt hat, dass er bei einem Wort nicht ganz sicher ist, was es bedeutet, oder dass er seine Leser für so dumm hält (was zu seiner Arroganz, die in der ständigen Abwertung anderer durchkommt, passt), dass sie nicht verstünden, was das sein könnte und wie er das meint. Und das in einem Satz, der den Germanisten wohl in den Suizid treiben würde, er ist zu gut als dass ich ihn unliniert lassen könnte:

Eine dieser „Narrativen“ entstand gleich zu Beginn der Verständlichmachung der Notwendigkeiten der oben erwähnten vor über zwanzig Jahren vorangetriebenen Energiewende mit der bereits erwähnten Minister-Eiskugel, die quasi als Eröffnungslüge des Jahrtausends in die Annalen einging.

Selbst mit korrekter Interpunktion wäre das semantischer Unsinn, vom Inhalt muss ich gar nicht erst anfangen. 

Danach wieder der unsägliche Eiskugelvergleich, wenn man halt sonst nichts hat, und schon wieder die einseitige Betrachtung des Strompreises. Und wieder der Verweis auf Covid-19, billigste Instrumentalisierung. Und noch mehr Arroganz, nur der Autor oder die BI haben einen realen Blick auf den Klimawandel, wer den nicht hat, soll zum Arzt gehen. 

Und dann käme ein prima selbstkritischer Satz der BI, wäre er nicht an alle anderen gerichtet. Und das gesamte Geschwurbel wird noch mal und nochmal wiederholt. In wirren Satzkonstruktionen, und wieder ohne Inhalte oder gar Belege. 

Verweise auf Langzeitstudien, wie immer ohne Verweise, welche das sind, folgen, u.a. auch in Bezug auf Insektensterben. Und dann ein kleiner Hammer: Das DLR hat anscheinend im Auftrag der Wissenschaftszeitschrift scinexx.de eine Studie durchgeführt und dabei herausgefunden, dass die 2019 installierten WKAs einen zusätzlichen Temperaturanstieg von 0,27 Grad Celsius in Deutschland bewirkten. Ein Hammer. Dazu möchte ich gerne mehr wissen. Da die Studie sich laut Autor auf installierte WKA Stand 2019 stützen, kann sie eigentlich nicht älter als von Mitte 2019 sein. Mal auf scinexx.de suchen. Hmm, drei Artikel scheinen halbwegs zu passen: Dieser beschreibt die Veränderung des lokalen Klimas durch Windkraftanlagen. Die zugrundeliegende Studie stammt aber nicht vom DLR, sondern von der State University of New York. Die dortige Studie deutet auf gewisse Veränderungen hin, kann aber keine klare Aussage in Bezug auf konkrete Veränderungen machen. Das kann also nicht der Artikel sein. 
Und dann gibt es noch diesen hier, er stammt aber auch nicht vom DLR und es geht auch nur um die gegenseitige Beeinflussung von WKAs, das selbe sagt auch dieser.  

Also schauen wir mal beim DLR. Nichts zu finden. Ausser einem Artikel zum Thema Windkraftanlagen und Fluginsekten. Der passt aber thematisch nicht, und den kann er auch nicht meinen, da er seine Aussage über Fluginsekten und Windparks weiter oben halt widerlegt. 

Also noch etwas mit Google suchen. Da findet man z.B. diesen Artikel. Er stammt auch nicht vom DLR, die zugrundeliegende Studie ist von der Harvard Universität (der Autor erwähnt, vermutlich unwissentlich, einen der Autoren der Studie). Sie zeigt auch eine Erwärmung durch WKAs. Allerdings in einem anderen Massstab: Wenn man sämtlichen Strombedarf(niemand redet davon, sämtlichen Strombedarf aus WKAs zu erzeugen) der USA (im Privathaushalt pro Kopf vier mal so hoch wie in Deutschland, gesamthaft sieben mal so hoch wie in Deutschland7Deutschland verbraucht pro Jahr ca. 0,55TWh an elektrischer Energie, davon sind ca. 20% aus Windkraft, also 0,11TWh. Die USA verbraucht im Jahr 3,9TWh an elektrischer Energie, das ist das Siebenfache des Gesamtverbrauchs von Deutschland und das Fünfunddreissigfache dessen, was in Deutschland durch Windenergie erzeugt wird.) durch WKAs erzeugen würde, würde sich die Oberflächentemperatur über Nordamerika um 0,24 Kelvin erhöhen. Das ist weit weg von den kolportierten 0,27 Grad in fünf Jahren nur in Deutschland des Autors. 
Und zusätzlich sagen die Autoren, dass der Erwärmungseffekt relativ klein sei im Vergleich zum Gewinn der Ablösung von Kohlekraftwerken. 
Die Studie, auf deren Mitautor “admin” sich bezieht, sagt eindeutig, dass Windkraft sinnvoll ist. 

Entweder bringt der Autor etwas arg durcheinander (auf Korrektur braucht man vermutlich nicht zu hoffen), oder er lügt, dass sich die Balken biegen. 

Anschliessend folgen weitere Rundumschläge gegen die Politik, diesmal gegen die Grünen im Landtag von Baden-Württemberg, mit viel Corona-Instrumentalisierung. Und damit geht es dann weiter mit neoliberalem Gewäsch, wie immer ohne Belege, voller Gemeinplätze und viel Geschwurbel. Ich schaffe es nicht, weiterzulesen, von so viel Falschheit, Unsinn und Geschwurbel wird mir sonst schlecht …

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Noch mehr Gegenwind

Die netten Damen (gibt’s dabei Damen?) und Herren von Schwarzwald Gegenwind haben mal wieder (schon fast ein Monat her) ein paar Lügen verbreitet. 

Dank Corona und Kleinkinder ist es mit meiner Freizeit momentan nicht weit her, daher wird das hier sicher recht kurz. Falls es fertig wird. Aber schauen wir mal. 

Überschrieben ist das Posting vom 19.03.2020 mit “Wissen – man muss es nur wollen. Besser als Willkür, Wunsch und Wunderheilung”. Prima Alliteration. Aber geht es dabei um Wissen? 

Zumindest eines ist sofort klar: um Sachlichkeit geht es mal wieder absolut nicht. Und im ersten Satz steht schon:

Die … Energieversorgung oder gar – “wende”[sic!] hat nachweislich weder zu volkswirtschaftlicher Effizienz, geschweige denn zur immer wieder apostrophierten Umwelt[sic!] und Klimafreundlichkeit auch nur ein Jota beigetragen

Ok. Abgesehen von eklatanten Mängeln im Satzbau steht da viel Unsinn (die absolut unsachliche Polemik habe ich mal ausgelassen). 

Es gibt keine “volkswirtschaftliche Effizienz”, was sollte das auch sein? Es gibt die Wirtschaftlichkeit, und die kann man unter anderem mit “Effizienz” messen. Das geht aber, weil das nunmal die Definition des Begriffes “Effizienz” ist, nicht absolut (und schon gar nicht pauschal), sondern immer nur relativ1. Vermutlich wollte da jemand in tollen Worten, die er halt nicht beherrscht, ausdrücken, dass die Energieversorgung oder Energiewende (welches von beiden denn nun?) in irgend einer Art und Weise aus volkswirtschaftlicher Sicht unwirtschaftlicher geworden sei (oder zumindest nicht wirtschaftlicher). Das könnte sein, lässt sich aber de facto quasi nicht nachweisen, da die volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung nicht objektiv erfassbar sind, sondern es diverse Modelle mit diversen Ungereimtheiten gibt. Der Autor schreibt aber “nachweislich”.

Wie quasi immer bleibt die BI den Nachweis schuldig. Interessanter ist aber der zweite Teil. Hier müssen wir den Satz noch mehr zerpflücken:

Aussagenteil 1: Die Energieversorgung hat nicht zur Umwelt- und Klimafreundlichkeit beigetragen. Das ist sicher so, da die Energieversorgung (da der Autor so künstlich bildungsdeutsch den Begriff “apostrophiert” so halbwegs falsch verwendet hat, sollte er als Bildungsbürger die Hauptsätze der Thermodynamik kennen) nunmal an jeder Stelle Energie aufwendet (vulgo: verbraucht), um irgend welche Energien zu Wandeln. Das liegt in der Natur der Sache2.

Aussagenteil 2: Die Energiewende hat nicht zur Umwelt- und Klimafreundlichkeit beigetragen. Das ist freilich absolut gelogen, kann man z.B. beim Umweltbundesamt nachlesen. 

Weiter geht es dann mit dem alten Narrativ der höchsten Strompreise. 

Einfachste Betrachtung: Das ist natürlich erst mal gelogen, wie man bei Statista nachlesen kann. Allerdings liegt Deutschland da wirklich extrem weit oben. Daher mal die zweiteinfachste Betrachtung: Wie sieht das in Bezug auf das Einkommen aus? Da mir momentan die Zeit fehlt, das für die ersten paar sauber durchzurechnen, ein schneller Blick: In Portugal kostet der Strom ca. 15% weniger als in Deutschland. Dafür ist das BIP weniger als halb so gross und das durchschnittliche Bruttogehalt liegt etwas über einem Drittel des deutschen Durchschnitts. Damit ist der Strom in Portugal natürlich für den Verbraucher teurer als in Deutschland. Und Portugal wird damit nicht das einzige Land sein.

Und dann gibt es natürlich noch komplexere Betrachtungen: Der Strompreis, den wir bezahlen, besteht ja nicht nur aus dem, was auf der Stromrechnung (oder oben bei Statista) steht, dazu kommen ja noch unterschiedlichste Umlagen und Subventionen für die unterschiedlichen Energieträger. Auch diese bezahlen wir. Für erneuerbare Energien bezahlen wir den grössten Teil davon als EEG-Umlage direkt mit der Stromrechnung, die Preise von Statista enthalten diese also. Kohle und Atomstrom werden allerdings durch Steuermittel subventioniert. Hier, ebenso wie auch in anderen Ländern. Auch das muss an jeder Stelle eingerechnet werden, will man dazu eine Aussage machen. 

Ob die BI das wohl eingerechnet hat? Wohl kaum. 

Und auch wieder im klassischen Narrativ wird von milliardenschweren Subventionen geredet (in der Praxis geht es viel mehr um Umlagen als um Subventionen, aber egal). Dass diese “Subventionen” aber vor allem deswegen notwendig sind und waren, weil die klassischen Energieträger seit Jahrzehnten milliardenschwere Subventionen (übrigens viel, viel mehr) erhalten, weswegen der Markt so schief ist, dass neue Teilnehmer ohne Unterstützung keine Chance haben, kehrt der Autor unter den Teppich. 

Danach kommt wieder ein Satz mit fragwürdigem Aufbau und einem schlichten Gemeinplatz ohne irgend eine Aussage. 

Der dritte Absatz beginnt wieder mit einem parataktischen Geschwurbel, ganz ohne sich an grammatikalische Konventionen zu halten. Die Aussage kann man bestenfalls erraten: Die armen Bürger, die durch Windkraft so arg belastet seien, würden gar nicht wahrgenommen, weder von Politik noch Verwaltung. 

Ja, sie werden so wenig wahrgenommen, dass Politiker keine Lust mehr haben, an “Stammtische” zu kommen, da sie derart beleidigt werden, dass das am Ende vor Gericht landen. Sprich: es ist wieder eine billige Lüge. Schwarzwald Gegenwind macht so viel Lärm, spaltet so dermassen die Gemeinde “Kleines Wiesental” und bekommt so viel Echo, auch aus Verwaltung und Politik, dass es geradezu lächerlich ist, wie ein beleidigtes Kind zu jammern, dass einem niemand zuhöre. 

In genau dem Stil geht es weiter. Polemik, Narrative, die sie von EIKE, also dem pseudowissenschaftlichen, klimawandelleugnenden Arm der Neuen Rechten und AfD wortwörtlich übernommen haben, und Symbolik folgen Schlag auf Schlag, meist grammatikalisch mindestens fragwürdig und inhaltlich auf dem Niveau eines Teenagers, der sich nicht zu helfen weiss, ausser um sich zu schlagen. 

Selbst für Kriegsrhetorik ist sich der Autor nicht zu schade, er sieht eine “Generalmobilmachung“. 

Und natürlich endet das Pamphlet3 mal wieder mit einem Verweis auf einen Artikel auf dem Blog “Achse des Guten”, einem Sammelplatz für deutschtümelnde, neurechte Hetze.

Der verlinkte Artikel selbst stammt aus der Feder von Dr. Hans Hofmann-Reinecke, einem Leugner des menschgemachten Klimawandels, der sich nicht zu schade ist, ein Teenagermädchen (Greta Thunberg) abzuwerten und zu pathologisieren und, wen wundert es, natürlich Kernkraft als das einzige Heilmittel betrachtet. 

Wie bereits mehrfach, nicht nur von mir, gesagt: Der Wind von “Schwarzwald Gegenwind” weht immer weiter von Rechts, aus der wirren Welt rechter Verschwörungstheoretiker, Klimawandelleugner und Kernkraftbefürworter. 

Liebe Leute von Schwarzwald Gegenwind: ihr könnt das mit der Polemik und dem Beharren auf Halb- und Unwahrheiten offensichtlich nicht lassen. Und ihr liefert nach wie vor nichts, noch nicht mal minimal Konstruktives. Na gut. Aber dann hört doch wenigstens auf, so zu tun, als wärt ihr in irgend einer Art und Weise an Naturschutz, Umweltschutz oder einer schönen Gemeinde Kleines Wiesental interessiert. Steht wenigstens dazu, dass es Euch um neoliberalen Unsinn und rechtskonservative Denke geht. Und schämt Euch vor allem dafür.

 

 

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Windpolemik

Nach vielerlei Lügen, Polemiken, Unwahrheiten, persönlichen Angriffen, ersten öffentlich verkündeten Verbindungen zur rechten Szene1, erstem Anklang, dass sie halt doch lieber Atomkraft hätten2 und strikter Verweigerung von Fakten und sachlicher Diskussion hat uns die “Bürgerinitiative” Schwarzwald Gegenwind nun mit einem Jahresrückblick versorgt. Wie erwartet gibt der inhaltlich nicht wirklich viel her, es sind die üblichen Verzerrungen, Falschbehauptungen und Gemeinplätze drin. 

Von was er aber SEHR viel hat: Polemik. Einfach mal ein paar Auszüge, kommentarlos:

…mit allerlei Trickserei…

 

… der auch in der großen Politik geübten Strategen. Offensichtlich ein Vorbild für die „Kleinen“, die Bürgermeister und ihre vielen kleinen Helfer, die sich bei diesem Ton und Tun, bei dem die Menschen an ihren Wohnsitzen unter die Räder kommen, wenig genieren. …

 

Viel Wind, aber Genaues wissen wir und damit die Allgemeinheit auch nicht damit anzufangen.

 

… die Jagd nach dem schnöden Mammon …

 

… mit dem Ausnehmen der Stromkunden über mehr als zwanzig Jahre währenden Vertragslaufzeiten ans große Geld zu kommen.

 

… vermeintlichen Komfort-Sozialismus, …

 

… diesen Energie-Glückrittern …

 

… Gespickt mit Behauptungen zum vermeintlichen Wirkungsgrad von Windindustrie-Anlagen, die jeden Nachweis für eine dauerhafte Stromversorgung, schon gar nicht eine Energiewende bis heute vermissen lassen.

Ok, das war vielleicht keinen Polemik, das war schlicht gelogen, wie diese BI das halt nur all zu gerne macht.

… ihre Taschen mithilfe eines eigens gestrickten Gesetzes namens EEG…

Na gut, ich kann mir den Kommentar nicht verkneifen: Diesen Herren (sind da auch Frauen dabei? Erwähnt werden sie nie, es ist nur die Rede von “Unterstützern”) war es noch vor einem Jahr absolut und unglaublich wichtig, zu erklären, für wie wichtig und sinnvoll und gut sie Photovoltaik halten3, langsam aber sicher werden sie wenigstens in Bezug auf ihre neoliberalen Grundwerte immer ehrlicher.

Begleitet auch von demoskopischen Umfragen, die – besser – demagogisch genannt werden sollten.  

Das ist noch nicht mal semantisch sinnvoll …

Habe doch schließlich jede/r seinen Teil zur Rettung der Welt beizutragen.

Genau das, auch wenn das diesen Herren4 das offenkundig noch nicht verstanden haben.

… aus der Politik und leider auch aus den Medien, von denen sich bedauerlicherweise nicht wenige beim unbedachten Transport von eingefärbten Meldungen aus der Branche der finanziell Interessierten beteiligen.

Ich nehme Wetten an, ab wann offen der Begriff “Lügenpresse” verwendet wird. Dass sie, genau wie das in diversen Kreisen gerade in ist, das H-J-Friedrichs-Zitat missbrauchen und umdeuten, ist fast schon lustig. Nein, leider tragisch.

Echtes von Unechtem zu trennen und unterscheiden zu wollen ist also nicht so sehr die Sache derjenigen, die es sich auf die unternehmerischen Fahnen geschrieben haben, die mit dem EEG gut vorbereitete Gesetzeslage rigoros und egoistisch umzusetzen.

Und so geht es weiter und weiter.

Ganz ehrlich: Welche Bürgerin und welcher Bürger kann so etwas ernst nehmen? Wer glaubt Menschen, die noch nicht mal den Anstand besitzen, sich sachlich, formal korrekt und respektvoll zu benehmen? 

Leider viel zu viele. Tragisch.

Ach, ja, anderes Thema: Da dieser Bürgerinitiative der Waldschutz doch so wichtig ist, wo bleiben die Plakate gegen die Abholzung von festmeterweise Buchenholz, damit sich die Waldbesitzer, um die Polemik von Schwarzwald-Gegenwind zu verwenden, übermässiges, grosses Geld in die Taschen stecken können5, indem sie es verwenden, um das Fichtenholz wenigstens etwas ertragreicher zu machen? Richtig: Nirgends, weil es der BI nicht um den Schutz des Waldes geht. 

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Tempolimitfakten

Pro memoriam …

https://www.tagesanzeiger.ch/auto/freiheit-oder-sicherheit/story/20694035

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Doch nicht rechts …?

Lustig, Schwarzwald Gegenwind nutzt zwar regelmäßig Narrative aus der rechten Ecke und verlinkt “Vernunftkraft”, die ganz direkt mit EIKE, dem pseudowissenschaftlichen Klimaleugnerinstistusarm der AfD verbandelt sind, und ist sich auch nicht zu schade, auf die Achse des Guten, eine Seite voller Klimaleugnung und rechten Phrasen gegen “Linke”, Medien und Moslems, zu verlinken.

Wenn man aber auf ihrer Facebookseite anmerkt, dass sie die rechte Seite verlinken, reagieren sie genau so, wie es jede rechte Seite machen würde: sie sperren den Kritiker, anstatt sich der Kritik zu stellen.

Zufall?

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Gegenwindfakten

Disclaimer: Ich masse mir hier absolut nicht an, rein wissenschaftlich zu arbeiten, meine Aussagen hier sind teilweise belegt, oft basieren sie einfach nur auf meinem (Fach-)Wissen im Bereich der Energietechnik. Daher schreibe ich auch nicht, dass das “wissenschaftliche Fakten” seien.


Unter dem nicht ganz unnarzisstischen Titel “Wissenschaftliche Fakten! – Wir haben die Naturgesetze, die Tatsachen auf unserer Seite!1” veröffentlichte die BI Schwarzwald Gegenwind am 06.11.2019 einen Artikel, besser: ein Pamphlet. Nachdem die BI ihre offenkundige Nähe oder zumindest Sympathie zum immer rechteren Rand schon eine gute Woche vorher mit einem Link zur selbsternannten “Achse des Guten”2 bekräftigt haben, versuchen sie nun, Narrative aus der Klimawandelleugnung wissenschaftlich darzustellen. Der Text stammt von Andreas Hirsch aus Wies.

Allerdings reicht es halt nicht, “Wissenschaftliche Fakten” über einen Text zu schreiben, wenn er dann so wissenschafltich daneben liegt.

Dass bereits in den ersten Worten die ständig auftretende Extemisierung zwischen Windkraftgegnern und Windkraftbefürwortern (ganz ohne Differenzierung, obwohl die das wichtigste ist) gefestigt wird, ist nicht mal mehr auffallend, sondern leider bezeichnend. Aber zum Inhalt:

Das beginnt bereits in “1. Grundlagen”. Hier wird, entweder durch absichtliche Fehldarstellung oder Unkenntnis der Sachlage des Autoren, der Eindruck erweckt, dass ausschliesslich gesicherte Leistung3 nutzbare elektrische Energie sei und dass Windkraft keine gesicherte Leistung sei. Das ist aus mehreren Gründen falsch. Zum einen ist die Ertragsprognose einzelner WKAs auf drei Tage inzwischen extrem verlässlich, was sich auch darin zeigt, dass WKAs in Deutschland zu 6%4 zur Grundlast beitragen. Zum anderen benötigt das immer dynamischer werdende Netz5 immer mehr Regelenergie, also dynamisch regelbare Energieträger, was zB Atom- und Kohlekraftwerke nicht sind.
Richtig ist, dass eine reine Grundlasterzeugung nur mit WKAs, oder auch nur ein Grundlastanteil von 25% an WKAs nicht sinnvoll wäre. Davon redet aber halt auch keiner.

Weiter geht es mit der sogenannten Unterdeckung im Januar 2020. Diese 0,5GW tauchen sehr häufig auf. Allerdings nicht in wissenschaftlich belastbaren Abhandlungen, sondern als Narrativ, und zwar ganz konsistent auf Seiten wie AchGut, EIKE, Anti-Windkraft-BIs und dem Medienteil, der sich gerne gegen Erneuerbare Stellt, wie z.B. Focus. 

Hier wird als Quelle ein Interview mit dem Wissenschaftler Harald Schwarz6 angegeben. Dass Interviews, egal mit wem, keine wissenschaftlich belastbaren Fakten (und die wurden ja versprochen) darstellen, weiss Andreas Hirsch entweder nicht, oder es ist ihm egal. Das ist aber gar nicht mal wirklich der relevante Punkt. Als Quelle wird das Interview mit Harald Schwarz angegeben (das Interview selbst ist auch schon mehr als fragwürdig, das ist hier aber nicht relevant). Im Interview selbst drückt sich Schwarz aber ziemlich vage aus, was die Versorgungssicherheit angeht, von den 0,5GW spricht er an keiner Stelle. 
Im Text findet sich aber ein Kasten mit Balkendiagrammen, dessen Quelle ist aber nicht mit Harald Schwarz angegeben, sondern es wird auf einen Bericht7 der Übertragungsnetzbetreiber verweisen. Dort steht allerdings:

Im Leistungsbilanzbericht 2017 wurde erstmals eine geringe negative verbleibende Leistung ausgewiesen. Unter den oben beschriebenen Bedingungen hätte sich mit den damals den ÜNB vorliegenden Informationen und getroffenen Annahmen ein Importbedarf von 0,5 GW für den Referenztag 2020 ergeben. Durch die stetige Aktualisierung der Datengrundlage und Berücksichtigung der aktuellen Informationen zum Kraftwerkspark in Deutschland ergibt sich im vorliegenden Leistungsbilanzbericht für Januar 2020 eine positive verbleibende Leistung von ca. 1 GW. Für den erstmalig betrachteten Stichtag 2021 ergibt sich ein möglicher Importbedarf von ca. 5,5 GW.

Und weiter unten:

Da gemäß der „Feststellung Netzreservekraftwerksbedarf für den Winter 2018/2019 und das Jahr 2020/2021“ der BNetzA [2] der Bedarf an Netzreservekraftwerken durch nationale Anlagen gedeckt werden kann, sind derzeit keine Netzreservekraftwerke im Ausland zu kontrahieren

Und schliesslich:

Die Untersuchung der Leistungsbilanz ist mit verschiedenen Unsicherheiten behaftet. Damit sind der Aussagekraft der Ergebnisse Grenzen gesetzt.

Die Aussage, dass im Januar 2020 eineUnterdeckung ggeben sei, ist also schlciht falsch. Im weiteren Abschnitt wird dann aus dem Artikel zitiert, leider wird hier extrem unwissenschaftlich zitiert. Im Satz vor dem Zitat zeigt Schwarz ganz deutlich, dass seien Aussage keine wissenschaftlich fundierte ist, sondern eine reine Annahme:

Die Wahrscheinlichkeit, dass uns die Nachbarn in einer kalten Dunkelflaute, bei weitgehendem Ausbleiben von Strom aus
Wind und PV, mal eben 20 GW über den Strommarkt verkaufen können, halte ich für unrealistisch. Genau an diesem Punkt hat sich der Abschlussbericht der Kommission für mich wegen Realitätsferne  erledigt.

(Hervorhebung von mir).

Im ganzen Abschnitt geht Hirsch, ebenso wie Schwarz8 davon aus, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt in halb Europa kein Wind wehen und keine Sonne scheinen könne. Wann kommt das vor?

In Teil 2 wird es dann spannend: Hier Outet sich Hirsch ganz offenkundig als Leugner des menschlichen Anteils am Klimawandel, indem er die (absolut unwissenschaftliche) These aufstellt, dass CO2 als Klimagas überschätzt werde. Spätestens hier geht es offenkundig nicht (mehr?) um wissenschaftliche Fakten. 

Wir lesen dennoch weiter. Als nächste liefert er, fast schon erwartbar, einen Verweis auf das Paper der drei ProfessorInnen der Universität Heidelberg. 

Auch hier handelt es sich um ein mehr als fragwürdiges, definitiv nicht wissenschaftlich haltbares Paper (das auf einem Paper von 2015 basiert, das ebenfalls mehrfach invalidiert wurde), hier ist das Paper schon beschrieben: https://energiewende-rocken.org/physikprofessoren-aus-heidelberg-ist-er-eigene-ruf-voellig-egal-fakenews-ohne-ende/

Dann kommt wieder mal ein klassischer Satz aus der Klimawandelleugner-Ecke, der so pauschal halt eine falsche Darstellung ergibt, dennoch ist sich Hirsch nicht zu schade, ihn zu verwenden.

Bitte beachten Sie, dass die deutschen CO2-Emmissionen sich seit 2009 nicht wesentlich verändert haben!!!

Es fängt damit an, dass 2009 ein Ausreisser ist, in dem Jahr wurde vergleichsweise wenig CO2 ausgestossen. Davor und danach hingegen ungleich mehr. Die Tendenz (Hirsch drückt eine Tendenz aus, nicht den absolutenVergleich zwischen 2009 und zB 2019) ist klar fallend9. Viel wichtiger ist allerdings, dass die Tatsache, dass im Energiesektor vor allem dank EE die CO2-Emissionen gesenkt wurden, dazu geführt hat, dass die Emissionen nicht gesamthaft gestiegen sind.

Dann kommt, auch wieder sehr gängige Argumentation, dass man doch, auch wenn Hirsch das anscheinend (scheinbar?) nicht sinnvoll findet, vielleicht mal wieder etwas mehr Atomkraft versuchen könnte. Ist das nun sein Vorschlag oder halt doch nicht?

Anschliessend kommt er – nach einem etwas wirren Einlass, dass man doch Solarenergie (vermutlich meint PV) in Batterien speichern könne, obwohl das Recycling von Solaranlagen nicht geklärt sei (wo klärt er das Recycling von Kohle- oder Atomkraftwerken?) – zum Thema, warum das mit Windkraft alles nicht ginge. Vielleicht kommen jetzt endlich die versprochenen wissenschaftlichen Fakten. 

Nein, doch nicht. Es folgt ein hochemotionaler Rant gegen eine Frau Fromm, die anscheinend sein Plakat kritisiert hat. Anscheinend steht auf dem Plakat etwas von Greifvögeln, die durch Windkraftanlagen getötet werden. Es werden Vögel durch Windkraft getötet, das steht ausser Zweifel. Es werden aber halt auch Vögel durch so ziemlich alles andere, was wir machen, getötet. Warum sind nun nur die Vögel relevant, die durch Windkraft getötet werden? Oder sehen wie die Schwarzwald-Gegenwind-Leute zukünftig auch in Wieslet vor dem Güggelifest demonsitrieren? Vielleicht mag Herr Hirsch mal eines Abends einen Spaziergang zum Dorfgemeinschaftshaus machen. Unten rechts ist das Schlachthaus. Auch dort werden Tiere getötet10, sind diese toten Tiere nicht relevant? 

Dass sich Hirsch hier nicht zu schade ist, den Begriff “Genzoid” zu verwenden und damit effektiv wirkliche Genozide zu verharmlosen, ist traurig und hochgradig unanständig, entspricht aber leider häufig dem Argumentationsniveau der BI. Warum aber nur die Windkraftindustrie diesen bewussten Genozid betreibt, andere Industrien, denen ebenso viele oder mehr Vögel zum Opfer fallen, nicht, bleibt offen, Wissenschaftliche Fakten sind das aber halt immer noch nicht, hier geht es rein um Emotionen (“Die armen Vögel”).

Nun folgen die Aussagen (Aussagen, nicht wissenschaftliche Fakten, letzere wären ja belegt) Schlag auf Schlag:

WK habe massgeblichen Anteil an Insektensterben. Beleg dazu (sollen ja wissenschaftliche Fakten sein): Keiner. Zumindest mein Wissensstand ist, dass es hierzu bisher keine belastbaren Zahlen gibt. Es ist wohl anzunehmen, dass ein nicht kleiner Teil der Insektenpolulation durch WKAs belastet wird, allerdings muss man, wenn man Zahlen hat, diese zwingend in Relation zu allen anderen Energieträgern stellen. Dann wird es wissenschaftlich.

Dann die enorme Umwelt- und Naturzerstörung. Davon abgesehen, dass jede kWh an elektrischer Energie, die nicht durch zB Kohlekraftwerke, sondern eben durch eine WKA hergestellt wird, einen aktiven Beitrag zum Umwelt- und Naturschutz darstellt, ist es absolut übertrieben, diese Zerstörung so zu überhöhen. Für den Bau einer WKA wird i.a. unter einem ha Waldfläche dauerhaft abgeholzt. Dafür gibt es Ausgleichsfläche, die braucht Zeit, nachzuwachsen. Richtig. Allerdings: Wir haben im Schwarzwald pro Hektar zwischen 400 und 700 Festmeter Holzbestand. Das entspricht in etwa 600-900 Ster an Holz. Wenn ich durchs kleine Wiesental fahre, sehe ich vor fast jedem zweiten Haus vielleicht 50 Ster Meterholz liegen. D.h. die “enorme Natur- und Umweltzerstörung” findet genauso durch die Haushalte statt. Und dabei ist die industrielle Nutzung noch gar nicht beachtet. Schlechtes Argument, ausser, man will sich mit so ziemlich jedem Waldbesitzer im kleinen Wiesental oder sonstwo anlegen.

Als nächstes, ebenso erwartbar, der Infraschall. Auch hier gibt es keinerlei wissenschaftlich belastbare Fakten. 

Und dann, ganz pauschal und vor allem ohne irgend welche Belege die Aussage, dass Kosten und Schäden so hoch seien, dass WKAs nicht betrieben werden könnten. Sehr unwissenschaftliche Darstellung.

Und dann wieder ein Glaubensbekenntnis und pauschale Aussagen über zu leicht zu verdienendes Geld. 

Nach einem – ebenso unwissenschaftlichen wie unbelegten – Seitenhieb auf die EWS kommt dann wieder ein Horroszenario, ganz viele Emotionen: Der Blackout.

Auch hier wieder keinerlei wissenschaftlicher Hintergrund. Hirsch verweist auf eine Studie11 des TAB. Dieser Verweis funktioniert nur deswegen überhaupt, weil er hier Ursache und Wirkung auf die selbe Quelle bezieht, obgleich die Studie sich ausschliesslich auf potenzielle Wirkung bezieht, und weil er oben mit den falsch dargestellen Lücken schon versucht, Ängste vor einem Blackout zu schüren. 

Die Studie selbst gibt grossflächige Katastrophen oder gezielte terroristische Anschläge als Beispiele für Auslöser eines grossflächigen und langandauernden Blackouts. Und dann beschreibt sie mögliche Auswirkungen. Allerdings gibt es keinen Grund, davon auszugehen, dass selbst eine grössere Leistungslücke dazu führt, einfach da unser Verbundnetz hinreichend viele Schutzmechanismen hat, so z.B> Lastabwurf12 und das inhärente Vorhandensein eines Verbundnetzes.

Auch hier wieder sein Verweis auf Kohle- und Atomkraft, honi soit …

Dann folgt mein Lieblingssatz des Artikels:

Niemand braucht meine Einschätzung zum CO2 zu teilen. Aber vielleicht bringen die reinen Fakten die Windkraftbefürworter ja ins Nachdenken? Vielleicht. Hoffentlich.

Nein, wirklich niemand muss seine unwissenschaftliche Falscheinschätzung zu CO2 teilen. Allerdings muss auch niemand über seine reinen Fakten nachdenken, einfach weil sie nicht vorhanden sind. 

Lustig ist auch sein Nachsatz, dass “sie” es nicht nötig hätten, Beleidigungen und Verleumdungen von sich zu geben. 

Hier mal ein paar Zitate incl. Quellenangabe:

…von den selbsternannten Weltenrettern, den „Öko“-Stromlern und Graustromwäschern à la EWS, Elektrische Werke Schönau. 

Quelle: http://www.schwarzwald-gegenwind.de

Wieder ein Beweis dafür, dass Investoren wie die Elektrizitätswerke Schönau EWS den Bezug zur Realität verloren haben.

Quelle: Facebook-Seite von Schwarzwald-Gegenwind

Auch die Elektrizitätswerke Schönau EWS treten als radikale Weltenretter auf und verlieren zusehends die Faken aus den Augen!

Quelle: Ebd.

Helmut Seidel wenn er wirklich Sachkenntnis hätte (oder eben sein Denken nicht ideologisch durch seinen Arbeitgeber geprägt wäre), …

Quelle: Kommentar von Daniel Senn aufFacebook gegenüber einem privaten kritischen Posting eines EWS-Mitarbeiters

… und profitgierige Investoren …

Häufig verwendete Abwertung auf der Facebook-Seite der BI

Das Niveau hast du schon lange erreicht und unterschritten.

Daniel Senn, Kommentar auf der Facebook-Seite der BI

Die Damen und Herren der Elektrizitätswerke Schönau EWS haben von Physik offensichtlich nicht viel Ahnung.

Facebook-Posting von Schwarzwald-Gegenwind

Summa summarum liegt hier wieder ein Pamphlet voller Halbwahrheiten, Unwahrheiten, Unschärfen und vor allem Konzeptlosigkeit vor. 

Die Überschrift verspricht (endlich) wissenschaftliche Fakten, noch nicht mal dieses Versprechen wird eingehalten …

tl;dr: Ein weiterer “Artikel” der Bürgerinitiative “Schwarzwald Gegenwind”, der weder sachlich oder fundiert ist, noch wirkliche Konzepte, wie wir hinreichend sauber und sinnvoll in die Zukunft kommen, enthält. Schade.

 

 

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Windthesen

Die Bürgerinitiative “Schwarzwald Gegenwind” will anscheinend mal wieder von sich reden lasse. Wie? Indem sie “10 Thesen gegen Windkraft” veröffentlichen. Ok. Nein, noch besser: sie fordern irgend jemanden (gleich mehr dazu) mit ihren Thesen auf, zu handeln.

Vielleicht sollten die Damen und Herren zuallererst ein Wörterbuch konsultieren: Eine These ist keine Forderung, sie ist, und so sagt es der Duden, ein

behauptend aufgestellter Satz, der als Ausgangspunkt für die weitere Argumentation dient

Genau diese Argumentation fehlt aber (mal wieder), es handelt sich ausschliesslich um Behauptungen, und darauf basierenden Forderungen. Da fehlt aber etwas: die Fakten, der Beleg. Klassisches, korrektes und sinnvolles Vorgehen wäre: These aufstellen, These überprüfen, hält sie Stand, daraus Forderungen ableiten. Beispiel: These: draußen ist es eiskalt. Überprüfung: Thermometer vor der Tür ablesen: 3°C, kalt. Forderung: Kind muss Mütze tragen. Die BI behauptet aber einfach, dass wann kalt sei und fordert, dass das Kind eine Mütze trägt, überprüft aber gar nicht Dieb Temperatur …

Bevor ich auf diese Behauptungen eingehe, noch kurz etwas zur Form. Das Posting auf ihrer Website beginnt fogendermassen:

Die zurzeit durchgeführte angebliche „Energiewende“ hat nachweislich trotz aller Jubelmeldungen seitens der finanziell Interessierten und Profiteure weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll funktioniert, da sie physikalische Grundsätze missachtet und nur auf einer politisch verordneten Ideologie basiert.

Die Darstellung, dass es sich um eine “angebliche Energiewende” (und nicht um eine wirkliche) handle, ist nicht nur per se unsachlich und sogar falsch, sondern widerspricht den sonstigen Behauptungen der BI, dass sie doch eigentlich für Umweltschutz, für saubere Energie etc. seien.
Dann kommt das Wort “nachweislich”. Allerdings ganz ohne den entsprechenden Nachweis, nicht selten ist dieses “nachweislich” synonym zum “Das ist Fakt”, zur Unterstreichung einer Behauptung, die eben genau nicht nachgewiesen wird oder werden kann.
Der Rest der Einleitung stellt Polemik (“Jubelmeldungen”) und Gepöbel (“Profiteure”, “Ideologie”) dar und hat, wenn man Thesen als Grundlage einer sachlichen Diskussion aufstellen will, dort nichts zu suchen.

Dann richtet sich das Ganze an folgende Gruppe: “Alle zukünftigen Entscheidungsträger”. Wer ist das? Können die schon lesen? Und warum die zukünftigen, was ist mit den aktuellen?

Nun zu den Thesen:

1. Eine ökologische Energieversorgung kann nur dann ökonomisch sinnvoll funktionieren, wenn sie auf physikalischen Grundsätzen beruht und nicht auf einer politisch verordneten Ideologie.

Interessante Behauptung. Erst mal kann eine Energieversorgung, egal ob ökologisch oder nicht, überhaupt nur funktionieren, wenn sie auf physikalischen Grundsätzen beruht. Dinge, die nicht auf physikalischen Grundsätzen beruhen, funktionieren nicht, das ist nunmal das Prinzip physikalischer Grundsätze. Damit ist diese Behauptung noch nicht mal eine Tautologie, sondern sagt schlicht gar nichts aus. Es wird auch gleich eine Gegenthese geäussert, nämlich dass es irgend eine politisch verordnete Ideologie gäbe. Was soll diese sein? Wenn sie politisch verordnet wurde, dann muss sie ja in einem Gesetzblatt stehen. Wenn es dann eine Ideologie ist, dann wird das Bundesverfassungsgericht dieses Gesetz bzw. diese Verordnung kassieren (Gesetze dürfen keine Weltanschauung verordnen, sagt immerhin unser Grundgesetz). Oder in einer sonstigen, ordentlichen Veröffentlichung. Gibt es freilich nicht, auch dieser Teilsatz ist blanke Polemik, er soll den Eindruck wecken, dass die “böse Politik” (ganz schwammig, bloss nicht konkret werden) uns allen schlimmes will. Inhalt hat diese These nicht, sie ist keinerlei Ausgangspunkt für eine Argumentation, die vor allem auch nicht folgt. Also keine These.

2. Eine Energiewende mit Windkraft- und Photovoltaikanlagen ist ohne Speicher nicht realisierbar und mit Speichern nicht bezahlbar. Windkraft- und Photovoltaikanlagen ersetzen also keine konventionellen Kraftwerke.

Niemand redet davon, dass eine Energiewende ausschliesslich Windkraft- und PV-Anlagen beinhalten soll. Dass sie ohne Speicher nicht realisierbar sei, ist korrekt, sagt aber in diesem Fall nichts aus, da der nächste Halbsatz, dass Speicher nicht bezahlbar sind, schlicht falsch ist, zumindest so pauschal. Genau wie der letzte Satz. Wir haben in den letzten Jahrzehnten bei zunehmender Stromproduktion und abnehmendem Import viele konventionelle Kraftwerke abgeschaltet und durch PV- und WKA ersetzt. Geht also, die These ist wieder falsch.

3. Der Ressourcenverbrauch für die Errichtung von Windkraft -und Photovoltaikanlagen sowie für den Ausbau der Netze ist gigantisch. Windräder haben eine durchschnittliche Lebensdauer von zwanzig Jahren. Die Rotorblätter sind Sondermüll. Die Entsorgung von tausenden Windrädern wird mittelfristig zum gravierenden Umweltproblem. Die derzeitige Form der Energiegewinnung aus Sonne und Wind ist also nicht nachhaltig.

Hmm, “gigantisch” also. Nicht wirklich sachlich und vor allem ganz ohne Relation. Wie hoch ist denn konkret der Ressourcenverbrauch zur Gesamtlebenszeit einer WKA- oder PV-Anlage (vor einer Weile war die BI doch explizit für PV, zumindest mehr oder weniger), was ist da passiert?) im Vergleich zu konventionellen Kraftwerken inclusive deren Brennstoffe mit Förderung und Entsorgung (der sog. Erntefaktor)? Eine WKA amortisiert sich energetisch im Schnitt in ca. einem Jahr, wissenschaftlich nachgewiesen. Eine PV-Anlage braucht je nach Standort ähnlich viel, die Quelle ist die Selbe.
Viel wichtiger ist hier aber, dass die BI einfach mal die These aufstellt, dass die Entsorgung von Rotorblättern ein gravierendes Umweltproblem darstellt (während sie nicht sagen, wie auch auf mehrfache Nachfrage nicht, woher der Strom kommen soll). Das ist ein Problem, allerdings ist es bei weitem nicht so gravierend wie bei Kohle- (Abgase, Tagebaugebiete) und Atomkraftwerken (Atommüll, radioaktiver Reaktorkern), und besteht exakt so seit Jahrzehnten bei z.B. Erdöltanks oder Chemietanks, die auch häufig aus GFK oder CFK sind. Bestünde die These also daraus, dass Windkraftanlagen nicht komplett sauber seien, wäre sie sicher nicht falsch. So wie sie dasteht, soll sie aber eben nicht Relationen vermitteln, sondern stellt einfach nur die Behauptung auf, sie seien schmutzig (ohne Alternativen zu nennen).

4. Strom muss für alle bezahlbar sein – auch für die Ärmsten in unserer Gesellschaft. Das wird nur gelingen, wenn die garantierte Vergütung, die auch für nicht eingespeisten Strom an die Betreiber von Windkraftanlagen zu zahlen ist, abgeschafft wird.

Auch hier wird wieder einseitig und damit falsch argumentiert. Der grosse Vorteil des EEG ist die Transparenz. Die Kosten werden direkt auf den Strompreis umgelegt, während bei Atomkraft und Kohlekraftwerke immens grosse Teile der Kosten (Entsorgung, Abgase etc.) direkt aus Steuermitteln kommen, gegen die sich v.a. die Ärmsten nicht wehren können. Das wird hier schlicht verschwiegen. Ebenso sorgen die Oligopole der klassischen Stromerzeugung (PV- und auch WK-Anlagen können auch von Durchschnittsverdienerinnen gebaut werden, es kann also ein breiter Markt mit viel Konkurrenz entstehen) für grosse Abhängigkeiten und Belastungen, v.a. der Ärmsten. Dass die Vergütung für nichteingespeisten Strom von allen getragen wird, liegt übrigens schlicht an der Tatsache, dass sich die bestehenden Grosskarftwerke kaum bis gar nicht regeln lassen, daher muss, um nicht zu viel Strom im Netz zu haben (es kann immer nur so viel Strom eingespeist werden, wie gerade entnommen wird), die Regelung mittels dynamischer WKAs, PVAs und Wasserkraftwerken stattfinden.
Die grundlegende These, dass Strom nur dann bezahlbar sei, wenn die garantierte Abnahme wegfällt, ist viel zu stark vereinfacht und lässt z.B. die Sonderbedingungen des EEG, das Ausnahmen für Grossabnehmer macht, einfach unter den Tisch fallen. Diese These ist viel zu allgemein gefasst als dass sie als Ausgangspunkt für eine Argumentation dienen könnte.
Der wichtigste Punkt ist aber, dass wir auf einen Klimawandel zusteuern, der vor allem die Ärmsten am meisten trifft. Und zwar extrem hart und ohne Ausweg.

5. Privilegien durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) der Windindustrie, hier im § 35 BauGB „Privilegiertes Bauen im Außenbereich“, sorgen für Wettbewerbsverzerrung und soziale Ungerechtigkeit. Sie gehören abgeschafft, damit Wald-, Feucht-, Naturschutz- und Wasserschutzgebiete erhalten bleiben und Lebensräume für Menschen und Tiere nicht gefährdet werden. Die Subventionierung einer völlig unzureichenden Technologie durch das „Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verhindert technische Innovation und fördert soziale Ungerechtigkeit.

Wieder eine extrem einseitige Darstellung. Das gesamte System der Energieversorgung ist extrem verzerrt, dank immenser Subventionen für v.a. Kohle- und Kernkraftwerke ist ein offener Wettbewerb schlicht nicht möglich (Kernkraftwerke müssen ihren Betrieb im Gegensatz zu jedem anderen Industriebetrieb nur eine extrem kleine Summe an Rückstellungen für etwaige Schadhaftung rückstellen, das Gros von Kosten eines schweren Störfalles liegt bei der Allgemeinheit. Kohle wurde und wird seit Jahrzehnten immens subventioniert, die Betreiber müssen nahezu nichts zum volkswirtschaftlichen Schaden durch Abgase beitragen usw.). Der zweite Teil ist geradezu lächerlich. Im Bereich der erneuerbaren Energien ist genau durch Hebel wie das EEG erst eine wirkliche Innovation aufgetreten. Es wurden Arbeitsplätze geschaffen, die Preise sind immens gefallen, die Technologie hat sich entwickelt.
Welche Innovation verhindert werden soll, wird nicht erklärt, die These ist wieder eine leere Behauptung.

6. Der forcierte Zubau von wetterbedingt unzuverlässigen Windkraftanlagen verursacht Probleme im Stromnetz. Es gerät außer Kontrolle. Die Gefahr eines Blackouts wächst. Grundlastfähiger Strom aus den konventionellen Kraftwerken muss zur Sicherung unseres Stromnetzes vorgehalten werden.

Auch hier wieder Polemik. WKAs sind nicht so unzuverlässig und wenig vorhersehbar wie behauptet wird. Die grösste Dynamik im Netz wird durch immer flexiblere Verbraucher erzeugt, die Energieversorger arbeiten mit immer komplexeren Modellen, um den Bedarf immer genauer vorherzusagen. Wie oben bereits verlinkt, besteht das Problem darin, dass sich die konventionellen Kraftwerke nur schlecht und langsam regeln lassen.
Diese These soll ganz offensichtlich Angst schüren, Angst vor einem Blackout, ausgelöst durch WKAs. Ganz ohne weitere Erklärung.

7. Windkraftanlagen töten Vögel und Fledermäuse, durch Kollisionen oder zerplatzte Lungen (Barotrauma). Bei besonders kollisionsgefährdeten Vogelarten gefährden sie lokale Populationen und langfristig den Bestand. Jede weitere Windkraftanlage sorgt für ein stetig steigendes Tötungsrisiko – insbesondere auch bei vielen gefährdeten und streng geschützten Arten. Ebenso werden nach neuesten Berechnungen Insekten in großem Ausmaß getötet. Hinzu kommen erhebliche Störungen der Lebensräume, die Brutabbrüche und Rückgang der Fortpflanzungsrate zur Folge haben. Das im Bundesnaturschutzgesetz festgelegte Tötungsverbot muss auch für die Windenergie gelten, umso mehr, wenn es sich um Arten handelt, die EU-artenschutzrechtlich durch die Vogelschutz- und FFH-Richtlinien streng geschützt sind.

Auch hier wieder Behauptungen ohne Zahlen. Man kann wohl davon ausgehen, dass WKAs Vögel und Fledermäuse töten. Allerdings ist eine solche Aussage nur wirksam, wenn die entsprechende Relationen geliefert werden. Autos töten auch Vögel, nur ist das nicht relevant.
Dazu kommt, dass auch hier keine Alternative genannt wird. Durch Kohletagebau werden grosse Flächen für Flora und Fauna unbenutzbar, Kohleabgase sind für Tiere genau so giftig wie für Menschen und auch Uranabbau ist alles andere als sauber. Auch diese These ist einseitig und ohne klaren Hintergrund nichtssagend.

8. Sowohl der Wald als einzigartiges Ökosystem und Lebensgrundlage für alle Geschöpfe der Erde als auch die Landschaft als nicht erneuerbares Kulturgut sind Schutzgüter von höchster Priorität. Weder Wald noch Landschaft dürfen durch Windkraftanlagen industriell überprägt werden. Mensch und Tier verlieren Rückzugs- und Erholungsräume.

Der Wald ist absolut schützenswert, keine Frage. Warum die Windkraftgegner aber diese Aussage rein auf WKAs beziehen, bleibt offen. Strassen und Wege führen auch durch den Wald (und die Autos, die drauf fahren, stossen nicht nur warme Luft aus), die meisten Dörfer im kleinen Wiesental liegen mitten im Wald und wenn mal wieder ein Vollernter vorbei kam, ist oft genug eine riesige Schneise im Wald, diese Art industrieller Forstwirtschaft (gepaart mit Monokultur) ist für den Wald nicht gut. Auch die Schlegelmähwerke unserer Traktoren und die Pickups der Ladewagen und Ballenpressen sind alles andere als tierfreundlich.
Vor allem fehlt auch hier wieder die Alternative. Uranabbau reisst riesige Löcher in den Boden, von Kohletagebau ganz zu schweigen.
Wieder eine absolut einseitige These.

9. Windkraftanlagen führen zu Gesundheitsstörungen bei vielen direkten Anwohnern. Die Schall-Emissionen von Windkraftanlagen verursachen nachweislich Schlafstörungen und bei Langzeit-Exposition weitere schwerwiegende Beeinträchtigungen der Gesundheit. Das Grundrecht auf Unversehrtheit darf nicht durch eine verfehlte Energiepolitik ausgehebelt werden.

Wieder pauschale Aussagen. Was ist ein direkter Anwohner? Steht sein Haus 1m von der WKA entfernt, 1km, 10km? Und welche Störungen lösen sie konkret aus? Wo ist der Nachweis für Schlafstörungen zu finden? Es gibt bisher keinerlei wissenschaftlichen Daten, die das nahelegen, das Wort “nachweislich” ist schlicht falsch. Auch hier werden wieder Ängste geschürt, wie wird denn das Grundrecht auf Unversehrtheit bei Kohlekraftwerken gewahrt? Oder bei Autoabgasen? Nichts, auf das sich eine These stützen könnte.

10. Der Beitrag der Windkraft zur gesamten Energieversorgung ist minimal. Er beträgt nur ca. 2 Prozent. Angesichts der existenziellen Bedrohung für Mensch und Natur, der aktuellen Kosten von jährlich mehr als 27 Mrd. Euro sowie der enormen und bislang nicht kalkulierten Folgekosten kann von „Daseinsvorsorge“ keine Rede sein. Der Zubau von Windkraftanlagen ist kein geeignetes Instrument, um die propagierten Ziele zu erreichen.

Klassischer “Argumentation” von EEG-Gegnern, auch sehr gerne aus der offenen neoliberalen Szene zu hören.
Es ist nicht sinnvoll, einerseits den Strommarkt (also elektrische Energie) zu betrachten (um diesen geht es hier), um dann auf einmal Relationen zum gesamten Primärenergieumsatz herzustellen. Das ist unsachlich und nicht wissenschaftlich korrekt. Der Verweis auf “nicht kalkulierbare” Folgekosten ist geradezu lächerlich, weil das für exakt jede Technologie gilt, für die meisten in sehr viel grösserem Masse. Hat mal jemand die Folgekosten unseres Individualverkehrs berechnet? Oder die Folgekosten des Energiebedarfs für Onlinedienste wie diesen hier?
Reine Verzerrung von Tatsachen zur einseitigen Darstellung.

Nach den sogenannten “Thesen” (wie gesagt, es sind keine Thesen, da sie die Definition von “These” nicht erfüllen) kommen die Forderungen:

* Eine planvolle Politik, die die Bürger mitnimmt und rechtzeitig informiert und ihnen das Recht auf Mitwirkung an den öffentlichen Angelegenheiten nach demokratischen Grundsätzen gewährleistet.

Sehr sinnvolle Forderung. Würde die Bürgerinitiative das leben, dann würden sie nicht Unwahrheiten verbreiten und würden sich nicht Angeboten für öffentliche Diskussionen enthalten. Demokratische Grundsätze bedeuten nämlich, dass man nicht Ängste schürt und Halbwahrheiten verbreitet, um die Bevölkerung (griechisch: “Demos”) in eine bestimmte Richtung zu drängen, sondern dass man offen, sachlich und fundiert argumentiert und die Menschen aufklärt.

* Streichung der Windenergie im Baugesetzbuch (BauGB); hier § 35 Bauen im Außenbereich.

Krasse Forderung. Mit welcher Begründung soll dann der Strassenbau im Aussenbereich weiterhin erlaubt sein? Strassen schädigen bei Bau und im Betrieb die Umwelt, dennoch will die sinnvollerweise niemand verbieten.

* Abschaffung bzw. die Totalreform des Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG = Erneuerbare-Energien-Gesetz).

Wieder eine Forderung ohne Inhalt. Wenn das EEG abgeschafft würde, wie soll der Strommarkt aussehen? Wenn es reformiert würde, was soll drin stehen? Wo soll der Strom herkommen?

* Mindestabstände von Windindustrieanlagen zu Wohnhäusern, wie auch in Bayern, nach der 10 H-Regelung. (Sie besagt, dass ein Windrad mindestens zehn Mal so weit von einem Wohnhaus entfernt sein muss, wie es hoch ist).

Überarbeitung: das „es“ hatte ich in der ersten Version fälschlicherweise auf das Wohnhaus bezogen, absolut abstrus. So klingt die Regelung per se sinnvoll, wird aber halt auch wieder nicht mit belastbaren Fakten begründet. Und vor allem: wozu braucht die BI diese Anpassung, wenn sie per se gar keine WKA wollen (zumindest liest man das in den Ganzen Widersprüchen heraus)?

* Erhalt aller Wald-, Feucht-, Naturschutz- und Wasserschutzgebiete damit die Lebensräume für Menschen und Tiere nicht gefährdet werden und den nachfolgenden Generationen, den Kindern von morgen, erhalten bleiben.

Gilt das auch für den Strassenbau, für Vollernter, für Industriegebiete wie das neue vor Niedertegernau, oder wird hier schon wieder min zweierlei Mass gemessen?

* Aktualisierung der veralteten, technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm – kurz: TA Lärm.

Wieder so eine seltsame Forderung, eine Forderung wäre sinnvoll, wenn man fordert, was man will. So klingt das wie ein Demonstrant, der ein Schild mit der Aufschrift “Dagegen” oder “Dafür” hochhält. Was will er …?

Summa summarum sehen wir also zehn Thesen und sechs Forderungen, die nicht sachlich und fundiert sind und in einem demokratischen Prozess nichts zu suchen haben. Tragisch ist nämlich, dass es komplett destruktiv ist. Es gibt nach wie vor keinerlei Aussage, woher denn der Strom kommen soll, keine Aussage, wie wir in Zeiten des Klimawandels und der Umweltverschmutzung versuchen können, unseren Lebensstandard halbwegs zu halten.

Schade.

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Fahrwiderstand

Hier noch eine gute Zusammenfassung: https://www.energie-lexikon.info/fahrwiderstand.html

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Mehr Schnellfahren

Vor einer Weile habe ich über den Luftwiderstand geschrieben, jetzt will ich das noch kurz vervollständigen und den Rollwiderstand bzw. die Rollreibung in bzw. an den Reifen nachreichen.

Den Rollwiderstand kann man in sehr guter Näherung durch folgende Formel darstellen:

FR = cR * FN

FR ist dabei die Kraft, die es zu überwinden gilt, cR ist ein Koeffizient, zu dem kommen wir gleich, und FN ist die Normalkraft, also die Gewichtskraft des Autos.

Der Koeffizient cR lässt sich am besten experimentell ermitteln, oder man sucht sich einfach Quellen im Internet. Offenbar ist ein Wert von 0,01 bis 0,02 sinnvoll.

Die Gewichtskraft sollte die Leserin kennen, Masse in kg mal 9,81m/s2.

Damit können wir unseren Rechner auch schon prima erweitern:

cW:
Stirnfläche: m2
Gewicht PKW: kg
Geschwindigkeit: km/h
Wirkungsgrad: % (Tank zu Rad)
Koeffizient:
Luftwiderstand: N
Rollwiderstand: N
Ben. Leistung: kW
Diesel: l/100km
Benzin: l/100km

Aber immer noch gilt: Das hier gilt nur bei gleichmässiger Fahrt auf der Ebene, in der Realität bremst man gelegentlich, muss aber vor allem immer wieder beschleunigen, d.h. man wird mehr Kraftstoff verbrauchen ….

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Installing Open-Xchange 7.8 on UCS when the master is on 4.3

OX is on the verge of releasing Version 7.10. That version will not be supported on (or packaged for) Debian 8 Jessie, but only on Debian 9 Stretch (and of course RedHat and SuSE). On the other hand, 7.8.x will not be supported on (or packaged for) Stretch.

The latest UCS version is 4.3 at the moment. This is based on Debian Stretch.

Therefore the current OX is not supported on UCS 4.3, but according to Open Xchange an  Univention, OX 7.8.4 on UCS 4.2 is supported in an environment with 4.3 servers.

So, when your UCS master is running 4.3, you can theoretically run OX on a 4.2 server. This works fine when you installed OX while the master is still on 4.2 or earlier.

In my case, my master was on 4.3. In order to install OX, I set up a server with UC 4.2 and joined it to the master. This already broke on installation but worked in a later step flawlessly.

Next, I started to install OX:

[root@ucsox:~] # univention-app install oxseforucs  ... Installing some packages of oxseforucs on ucsmaster.mydomain Password for root@ucsmaster.mydomain: Going to install OX App Suite (7.8.4-ucs10) (must_have_fitting_ucs_version) The application requires UCS version 4.2. Unable to install oxseforucs. Aborting... Installing master packages for oxseforucs on ucsmaster.mydomain failed!

Oopsie. But consistent: univention-app list doesn’t show oxseforucs on the master, therefore there are no package sources and no packages. Fsck.

So let’s do this manually:

[root@ucsmaster:~] # ucr set repository/online/component/oxseforucs_20171205095418/description="OX App Suite" \
  repository/online/component/oxseforucs_20171205095418/localmirror=false \
  repository/online/component/oxseforucs_20171205095418/server="https://appcenter.software-univention.de" \
  repository/online/component/oxseforucs_20171205095418/unmaintained='disabled' \ 
  repository/online/component/oxseforucs_20171205095418/version='current' \
  repository/online/component/oxseforucs_20171205095418='enabled'
[root@ucsmaster:~] # apt-get update
[root@ucsmaster:~] # apt-get install univention-ox-common univention-ox-dependencies-master \
  univention-ox-directory-integration univention-ox-framework
Now you can install OX on the 4.2 server.
[root@ucsox:~] # univention-app install oxseforucs --do-not-install-master-packages-remotely

Done