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dreist? unkreativ? durchtrieben?

Mal wieder schmeisst der “admin” (Warum stehen die Herren eigentlich nicht hinter ihrer Hetze, sondern verstecken sich hinter einem generischen “admin”?) von Schwarzwald-Gegenwind einen Text auf ihre Website, diesmal unter der Überschrift “Lustig? Kreativ? Traurig? – Oder einfach nur abgrundtief dreist und durchtrieben?”. Wie inzwischen meistens geht es nicht um Windkraft, sondern um neoliberale Politik, um Leugnung des menschgemachten Klimawandels, um Hass. 

Eröffnet wird der Text mit einem Verweis auf das Marketing im Stromsektor, seit “mittlerweile über dreissig Jahren”. Stromsektor, über dreissig Jahre? Richtig: Damals hat sich in Schönau eine Bürgerinitiative gebildet, die massgeblich dazu beigetragen hat, dass wir einen halbwegs offenen Energiemarkt haben, dass es halbwegs Konkurrenz unter den Stromanbietern gibt, dass die meisten von uns sogar direkt in diese Konkurrenz eintreten und Strom verkaufen können. Aus dieser Bürgerinitiative entstand die von Schwarzwald-Gegenwind so verhasste EWS.

Als nächstes wird der Begriff “erneuerbare Energien” als geflügeltes Wort für abstrusen Blödsinn bezeichnet. Wie schon oft gezeigt, hat Schwarzwald-Gegenwind wenig bis keine Ahnung, von was sie schreiben, so auch hier: Der Begriff ist ein Fachterminus, er ist seit Jahrzehnten Teil jeder Fachliteratur zum Thema Elektrizität. 

Und weiter geht es mit dem Wording, das vor allem die Freunde von Schwarzwald-Gegenwind bei zB der AfD, Pegida oder neuerdings irgend welche Quer”Denker”, gerne an den Tag legen: Dass irgend eine Gruppe von Menschen “dieses Land unter die Räder bringen wollen”.

Noch mal verdeutlicht: Hier schreibt dieser “admin” nicht wie sonst seinen hanebüchenen Unsinn über irgend welchen Infraschall oder zeigt sein absolutes Unwissen über das Thema Elektrotechnik. Nein, hier nutzt er DAS Narrativ der neuen Rechten, DAS Narrativ diversester Verschwörungstheoretiker. Wie bereits mehrfach angemerkt: Diesen Leuten geht es nicht um Naturschutz, noch viel weniger um den Schwarzwald. Diesen Leuten geht es um Macht, diesen Leuten geht es um Gesinnung. Das sind keine harmlosen “ich bin gegen Windkraft”-Spinner, die man halt reden lassen muss. Das sind gefährliche Menschen, die eine gefährliche Agenda haben und gefährlichen Unsinn verbreiten. 

Bzw. vermutlich irre ich mich: ich mutmasse mal, dass die meisten von “Schwarzwald Gegenwind” keine rechten Ideologen sind, keine Umstürzler, keine Gesellschaftsfeinde. Es sind einfach Menschen, die, warum auch immer, irgend welchen Ideologen, Umstürzlern und Gesellschaftsfeinden das Wort reden. 

Schon im nächsten Satz geht es genau damit weiter:

Und ihr Auftragnehmer, die große Politik, „unsere“ Regierung, funktioniert:

Die Auftragnehmer dieser Menschen? Also Auftragnehmer wie bei einer Firma. Ein ganz direkter Verweis auf die “BRD GmbH”, wie sie von Identitären und sonstigen Hetzern bezeichnet wird. Ganz genau wie die Anführungszeichen um “unsere” und natürlich “grosse Politik”. Weiter geht es mit Notstandsgesetzen (auch diese werden regelmässig von der neuen Rechten zitiert, um die grosse Gefahr von Links zu verdeutlichen). Diese werden auch gleich in einen direkten Kontext mit dem Ermächtigungsgesetz gesetzt. Sprich: die grosse Politik, unsere Regierung geht so weit wie Hitler damals gegangen ist. Nein, sogar noch weiter. 

Admin spricht von der “sogenannten Öffnung der Strommärkte”. Warum “sogenannt”? 

Danach kommt schreckliches Gejammer über alles mögliche Böse, das die armen kleinen Dorfbewohner in Form von EWS, ENERCON, Investoren andauernd überkommt und natürlich die grosse Opferrolle der armen Gegenwindler, die doch so gerne endlich mal sachlich mitreden würden, aber absolut nicht dürfen. Dass genau diese Bürgerinitiative regelmässig mit Unflätigkeiten, Abwertungen, Lügen und Hetze auffällt und schlicht nicht fähig ist, sachlich mitreden zu können, steht da freilich nicht. 

Das Gejammer wiederholt sich im Text so oft, dass er eigentlich nicht lesbar ist. Gegen Ende wird er immer aggressiver, in purem Stakkato werden Anschuldigungen und Beschimpfungen aneinander gereiht, gegen alle möglichen Gruppen, fein in Schubladen gepackt. Wie war das mit der sachlichen Diskussion?

Zum Schluss kommt dann, es war ja schon zu erwarten, als grosses Finale der Link zum Pamphlet des relativ windigen(bzw. windarmen) Verein Naturschutz-Initiative e.V.. Dieses Flugblatt ist Teil der aktuellen Initiative diverser wirtschaftsliberaler Organisationen, die mit aller Kraft versucht, die EEG-Novelle für 2021 zu blockieren. Diese Novelle ist sowieso schon tragisch genug, da sie bei weitem nicht das erhält, was wir brauchen, um wenigstens halbwegs etwas gegen den Klimawandel zu tun. Dennoch wird sie von Wirtschaftsseite bekämpft. Ein grosser Kämpfer ist Friedrich Merz, der nicht müde wird, zu betonen, dass doch die Wirtschaft wichtiger ist als das bisschen Katastrophe durch den Klimawandel. Der spielt hier aber keine Rolle, und auch die FDP, die da anscheinend ein passendes Feindbild gefunden hat, nicht. Hier taucht ein anderer Kämpfer auf: Daniel Wetzel

Wetzel schreibt sich seit Jahren bei der Welt die Finger wund, um gegen all das neue und böse anzukämpfen. Sei es gegen Umweltschutz, sei es gegen Freiheit, sei es gegen Fortschritt. Damit passt er perfekt zu Schwarzwald-Gegenwind: Beide haben keine Ahnung von der Technik, die sie so hassen, beide haben kein Problem damit, Lügen zu verbreiten und andere pauschal abzuwerten. Beide haben kein Problem damit, sich als Opfer zu gerieren. Und beide haben kein Problem damit, ihre Agenda vor das Wohl von Menschen zu stellen.

In dem Pamphlet wird blanker Unsinn verbreitet, es wird mit Angst gespielt und der Umweltschutz wird vorgeschoben, um eine absolut umwelt- wie menschenfeindliche Agenda voranzutreiben. 

Falls das hier also jemand liest: Hört bitte, bitte auf, die Menschen von Schwarzwald-Gegenwind als harmlose Spinner abzutun. Diese Menschen sind bösartig. Sie spalten seit Jahren die Gemeinde Kleines Wiesental. Sie verunglimpfen seit Jahren andere Menschen aufs ärgste. Sie verbreiten seit Jahren Lügen und Unwahrheiten. Und sie machen seit Jahren gemeinsame Sache mit Hetzern und Hassern. Tut was dagegen. Macht das Maul auf. Wir sind lauter. 

 

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Unsinns-ABC

Im Juni gab es mal wieder ein neues Posting auf der Gegenwind-Seite. Aufgemacht mit eine, Zitat von Richard Wagner. Passend, Wagner wurde von den Nazis angehimmelt, einige von Wagners Nachkommen haben mit den Nazis gemeinsame Sache gemacht (kann und darf man Wagner nicht anlasten, ist im Kontext dennoch interessant) und Schwarzwald Gegenwind entpuppt sich ja auch immer mehr als Sympathisanten der ekelhaften Rechten.  

Dass Schwarzwald Gegenwind sich nicht zu schade ist, regelmässig Lügen und Unwahrheiten zu verbreiten, ist wohlbekannt. Dass sie im Bereich der Energieversorgung über wenig Sachverstand verfügen, ebenso. Dass sie aber noch nicht mal verstanden haben, dass das ABC aus der Folge der Buchstaben A,B.C usw. besteht und Schlagworte, die mit willkürlichen Buchstaben beginnen, nun nicht gerade ein ABC darstellen, selbst das scheint zu hoch für die Gesellen.

Dass das “Kartell”, von dem in der Überschrift die Rede ist, im Artikel weder begründet noch belegt ist, überrascht nicht, ist halt mal wieder ein weiteres trauriges Beispiel von Desinformation. 

Der Artikel bezieht sich auf ein schrecklich schwurbeliges Pamphlet eines Bloggers und Literaturwissenschaftlers namens Dieter Hoffmann. Dass den Gegenwindlern nicht langsam peinlich ist, immer fachfremdere Personen (Apotheker, Literaturwissenschaftler etc.) zu dem Thema zu zitieren, erstaunt mich immer wieder. Das Pamphlet wäre ein eigenes, längeres Blogpost wert, bzw. ist es eigentlich nicht, weil es, ganz im Tenor von Gegenwind und Co. Halbwahrheiten, Lügen und aus dem Kontext gerissene Aussagen enthält. Von einem Dieter Hoffmann, der sich zwar klar von der AfD distanziert, aber im Bereich Klimaschutz ziemlich auf deren Linie ist und im Bereich Corona irgend wo zwischen Til Schweiger und Xavier Naidoo rangiert. Also, wie erwartet, keine sinnvolle Quelle für vernunftbegabte, anständige Menschen, aber eine prima Quelle für Schwarzwald Gegenwind. 

Aber mal zur “Auflistung von Unsäglichkeiten”1. Es handelt sich mal wieder um eine Liste von Aussagen, Vorwürfen, Verleumdungen etc. Ohne irgend einen Hinweis, warum sie gelten sollen, ohne Belege oder Begründungen. Billigste Hetze. frei von Inhalt. Die Hälfte aus dem Kontext gerissen, ein nicht kleiner Teil schlicht gelogen. Im Einzelnen:

  • Alternativlosigkeit der Windkraft,
    • Billigste Hetze. Niemand spricht von “Alternativlosigkeit”. Wenn wir Strom haben wollen (wollen wir), dann müssen wir andere Energieformen wandeln. Kinetische Energie aus dem Wind ist EINE davon, momentan eine relativ einfach nutzbare mit relativ wenigen Nachteilen. 
  • Aushebelung des Artenschutzes,
    • Wieder billige Hetze. Der Artenschutz wird nicht pauschal “ausgehebelt”, wie bei so ziemlich jeder Industrieanlage findet eine Abwägung statt. Noch mal: wenn wir elektrische Energie nutzen wollen, müssen wir Kompromisse eingehen. So wie bei allem anderen. 
  • David-gegen-Goliath-Mythos,
    • Billigste Hetze. Das ist kein Sachargument, davon abgesehen, dass Schwarzwald Gegenwind sich doch extrem gerne als kleines Opfer, als David, geriert. 
  • Demokratieeinschränkung,
    • Schlichte, unwahre Pauschalaussage. Wo wird die Demokratie eingeschränkt? Wer wird am Wählen gehindert (wir haben eine parlamentarische Demokratie)? Wer wird an der Teilnahme z.B. durch Anwesenheit in der Gemeinderatssitzung, durch Demonstrationen etc. gehindert? Strohmannargument, das auch gerne aus der ganz rechten Ecke kommt.
  • Desinformation durch Zahlenspielereien,
    • Darin kennt sich Schwarzwald Gegenwind aus. Wo denn, ganz konkret?
  • Verdrängung der Entsorgungsproblematik,
    • Niemand verdrängt diese. Sie ist allerdings vergleichsweise irrelevant. Als Hinweis: Jede Form der Erzeugung elektrischer Energie benötigt irgend welche Generatoren und Aggregate, die irgend wann entsorgt werden müssen. Der potenzielle nicht-recyclebare Restmüll aller momentan in D laufender Windkraftanlagen entspricht recht genau der Menge an nicht recyclebarem Restmüll, der pro Jahr bei der Verschrottung von PKW in Deutschland anfällt. PKW haben eine extrem gute Recyclingquote …. 
  • Missachtung von Expertengutachten,
    • Wo, konkret, und durch wen? 
  • Euphemismen,
    • Welche denn konkret?
  • Fledermäuse als Klima-Märtyrer,
    • Blanker Unsinn. Wer redet von “Klima-Märtyrern”? 
  • Befriedigung von Geldgier,
    • Vermutlich leben die Schwarzwald Gegenwind-Leute von Luft und Liebe. Ich muss arbeiten gehen, meine Frau auch. Beide nicht bei EWS, btw. Ist das Geldgier? Leider die Arbeitgeber der Schwarzwald-Gegenwindler auch unter Geldgier?
  • Gutachtenschwindel,
    • Wo, konkret?
  • Negierung des Hauspreisverfalls,
    • Wo ist dieser Verfall konkret belegt?
  • Indoktrination,
    • Billige, haltlose Hetze. Muss man noch nicht mal kommentieren.
  • Leugnung der Belastung durch Infraschall,
    • Ist das sowas wie “Leugnung der Flachheit der Erde”? Es gibt keine pauschale Belastung durch Infraschall. Der meiste Infraschall wird durch den Strassenverkehr und Fabrikanlagen erzeugt. 
  • Leugnung der Gefährdung von Insekten,
    • Wer leugnet das konkret? Insekten sind durch so ziemlich alles, was wir tun, gefährdet, so auch durch WKAs. Ebenso wie durch den Strassenverkehr usw. 
  • Interessenverquickung,
    • Naja, wenn jemand sein Geschäftsmodell darauf basiert, elektrische Energie hinreichend sauber zu produzieren, wÄhrend fast alle anderen das hinreichend schmutzig machen, werden da natürlich die Interessen des Geschäfts mit den Interessen des Klimaschutzes verquickt. Ist aber auch nichts neues. Wenn eine Firma Anlagen zur Abwasseraufbereitung produziert, dann verdient sie auch Geld damit, Wasser zu reinigen. 
  • Korruption,
    • Hossa. Wer ist konkret korrupt? Andere pauschal als korrupt zu bezeichnen, ist übrigens eine Straftat.
  • Kriminelle Machenschaften,
    • Auch das ist natürlich Verleugnung und imZweifel strafbar. 
  • Lobbyismus,
    • Ja, die Macht von EWS ist im Vergleich zu RWE und Co. natürlich gewaltig. 
  • Missionarismus,
    • Was soll man da kommentieren …?
  • Mobbing und Unterstellung verfassungsfeindlicher Aktivitäten,
    • Wer mobbt und wer unterstellt verfassungsfeindliche Aktivitäten? Schwarzwald Gegenwind mobbt ganz direkt den Bürgermeister des Kleinen Wiesentals, siehe ihre Website. Ich denke nicht, dass Schwarzwald Gegenwind in irgend einer Weise ferfassungsfeindlich ist, allerdings haben sie offenkundig wenig Probleme damit, Quellen zu nutzen, die auch klaren Verfassungsfeinden dienen, z.B. achgut.
  • Natur als exotistische Idylle,
    • Hä?
  • Leben in Parallelwelten,
    • Hat gelegentlich den Anschein, wenn man den Unsinn auf der Website der Windkraftgegner liest. Ist hier aber sicher nicht gemeint. Was denn dann?
  • Kleinreden des Ressourcenverbrauchs,
    • Wer redet was klein? Vermutlich ist hier der Eigenverbrauch von WKA gemeint. Billige Polemik, diesen hat exakt jeder Generator, so natürlich auch WKAs, daher spricht man immer von der Bilanz. 
  • Vortäuschung von Sicherheit,
    • Wer täuscht die vor? Und welche Sicherheit?
  • Lügen über Auswirkungen auf den Tourismus,
    • Welche Lügen sind das konkret?
  • Unterlassen von Umweltverträglichkeitsprüfungen,
    • Wo wurden die konkret unterlassen? 
  • Unterwanderung der Naturschutzverbände,
    • Welche Naturschutzverbände wurden wo unterwandert?
  • Windkraft als Motor der Verkehrswende?,
    • Nein, als ein Teil der Verkehrswende, was denn sonst? 
  • Versorgungslüge,
    • Welche Versorgungslüge?
  • Verharmlosung der Gefährdung von Vögeln,
    • Wo wird das verharmlost? 
  • Vogelmord,
    • Gleich Mord? Also mit Mordmotiv? WKAs werden explizit zum umbringen von Vögeln aufgestellt? Oder einfach mal wieder kolossale Sprachunkenntnis bei Schwarzwald Gegenwind?
  • Relativierung der Gefährdung von Walen,
    • Welche Relativierung? Wie geht es denn Walen denn so nach Fukushima? Und wie geht es den Walen mit der Erwärmung der Weltmeere u.a. dank Kohlekraftwerken? 
  • Windkraft als Wunderwaffe gegen den Klimawandel?,
    • Wieso Wunderwaffe? Einfach ein Element gegen den Klimawandel. 
  • Verharmlosung der Waldzerstörung,
    • Welche Verharmlosung? 
  • Schönreden von Landschaftszerstörung
    • Wo wird das schöngeredet?

Der restliche Text ist dann kaum lesbar ob der Versuche des Autoren, intelligent zu klingen. Aber immerhin macht er mal wieder eins deutlich: Die selbsternannten Waldschützer, die dort klar für Kohle- und Atomstrom einstehen, interessieren sich einen Dreck für den Wald und den Umweltschutz. Aber auch das ist ja nichts neues …

 

 

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Noch mehr Gegenwind

Die netten Damen (gibt’s dabei Damen?) und Herren von Schwarzwald Gegenwind haben mal wieder (schon fast ein Monat her) ein paar Lügen verbreitet. 

Dank Corona und Kleinkinder ist es mit meiner Freizeit momentan nicht weit her, daher wird das hier sicher recht kurz. Falls es fertig wird. Aber schauen wir mal. 

Überschrieben ist das Posting vom 19.03.2020 mit “Wissen – man muss es nur wollen. Besser als Willkür, Wunsch und Wunderheilung”. Prima Alliteration. Aber geht es dabei um Wissen? 

Zumindest eines ist sofort klar: um Sachlichkeit geht es mal wieder absolut nicht. Und im ersten Satz steht schon:

Die … Energieversorgung oder gar – “wende”[sic!] hat nachweislich weder zu volkswirtschaftlicher Effizienz, geschweige denn zur immer wieder apostrophierten Umwelt[sic!] und Klimafreundlichkeit auch nur ein Jota beigetragen

Ok. Abgesehen von eklatanten Mängeln im Satzbau steht da viel Unsinn (die absolut unsachliche Polemik habe ich mal ausgelassen). 

Es gibt keine “volkswirtschaftliche Effizienz”, was sollte das auch sein? Es gibt die Wirtschaftlichkeit, und die kann man unter anderem mit “Effizienz” messen. Das geht aber, weil das nunmal die Definition des Begriffes “Effizienz” ist, nicht absolut (und schon gar nicht pauschal), sondern immer nur relativ1. Vermutlich wollte da jemand in tollen Worten, die er halt nicht beherrscht, ausdrücken, dass die Energieversorgung oder Energiewende (welches von beiden denn nun?) in irgend einer Art und Weise aus volkswirtschaftlicher Sicht unwirtschaftlicher geworden sei (oder zumindest nicht wirtschaftlicher). Das könnte sein, lässt sich aber de facto quasi nicht nachweisen, da die volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung nicht objektiv erfassbar sind, sondern es diverse Modelle mit diversen Ungereimtheiten gibt. Der Autor schreibt aber “nachweislich”.

Wie quasi immer bleibt die BI den Nachweis schuldig. Interessanter ist aber der zweite Teil. Hier müssen wir den Satz noch mehr zerpflücken:

Aussagenteil 1: Die Energieversorgung hat nicht zur Umwelt- und Klimafreundlichkeit beigetragen. Das ist sicher so, da die Energieversorgung (da der Autor so künstlich bildungsdeutsch den Begriff “apostrophiert” so halbwegs falsch verwendet hat, sollte er als Bildungsbürger die Hauptsätze der Thermodynamik kennen) nunmal an jeder Stelle Energie aufwendet (vulgo: verbraucht), um irgend welche Energien zu Wandeln. Das liegt in der Natur der Sache2.

Aussagenteil 2: Die Energiewende hat nicht zur Umwelt- und Klimafreundlichkeit beigetragen. Das ist freilich absolut gelogen, kann man z.B. beim Umweltbundesamt nachlesen. 

Weiter geht es dann mit dem alten Narrativ der höchsten Strompreise. 

Einfachste Betrachtung: Das ist natürlich erst mal gelogen, wie man bei Statista nachlesen kann. Allerdings liegt Deutschland da wirklich extrem weit oben. Daher mal die zweiteinfachste Betrachtung: Wie sieht das in Bezug auf das Einkommen aus? Da mir momentan die Zeit fehlt, das für die ersten paar sauber durchzurechnen, ein schneller Blick: In Portugal kostet der Strom ca. 15% weniger als in Deutschland. Dafür ist das BIP weniger als halb so gross und das durchschnittliche Bruttogehalt liegt etwas über einem Drittel des deutschen Durchschnitts. Damit ist der Strom in Portugal natürlich für den Verbraucher teurer als in Deutschland. Und Portugal wird damit nicht das einzige Land sein.

Und dann gibt es natürlich noch komplexere Betrachtungen: Der Strompreis, den wir bezahlen, besteht ja nicht nur aus dem, was auf der Stromrechnung (oder oben bei Statista) steht, dazu kommen ja noch unterschiedlichste Umlagen und Subventionen für die unterschiedlichen Energieträger. Auch diese bezahlen wir. Für erneuerbare Energien bezahlen wir den grössten Teil davon als EEG-Umlage direkt mit der Stromrechnung, die Preise von Statista enthalten diese also. Kohle und Atomstrom werden allerdings durch Steuermittel subventioniert. Hier, ebenso wie auch in anderen Ländern. Auch das muss an jeder Stelle eingerechnet werden, will man dazu eine Aussage machen. 

Ob die BI das wohl eingerechnet hat? Wohl kaum. 

Und auch wieder im klassischen Narrativ wird von milliardenschweren Subventionen geredet (in der Praxis geht es viel mehr um Umlagen als um Subventionen, aber egal). Dass diese “Subventionen” aber vor allem deswegen notwendig sind und waren, weil die klassischen Energieträger seit Jahrzehnten milliardenschwere Subventionen (übrigens viel, viel mehr) erhalten, weswegen der Markt so schief ist, dass neue Teilnehmer ohne Unterstützung keine Chance haben, kehrt der Autor unter den Teppich. 

Danach kommt wieder ein Satz mit fragwürdigem Aufbau und einem schlichten Gemeinplatz ohne irgend eine Aussage. 

Der dritte Absatz beginnt wieder mit einem parataktischen Geschwurbel, ganz ohne sich an grammatikalische Konventionen zu halten. Die Aussage kann man bestenfalls erraten: Die armen Bürger, die durch Windkraft so arg belastet seien, würden gar nicht wahrgenommen, weder von Politik noch Verwaltung. 

Ja, sie werden so wenig wahrgenommen, dass Politiker keine Lust mehr haben, an “Stammtische” zu kommen, da sie derart beleidigt werden, dass das am Ende vor Gericht landen. Sprich: es ist wieder eine billige Lüge. Schwarzwald Gegenwind macht so viel Lärm, spaltet so dermassen die Gemeinde “Kleines Wiesental” und bekommt so viel Echo, auch aus Verwaltung und Politik, dass es geradezu lächerlich ist, wie ein beleidigtes Kind zu jammern, dass einem niemand zuhöre. 

In genau dem Stil geht es weiter. Polemik, Narrative, die sie von EIKE, also dem pseudowissenschaftlichen, klimawandelleugnenden Arm der Neuen Rechten und AfD wortwörtlich übernommen haben, und Symbolik folgen Schlag auf Schlag, meist grammatikalisch mindestens fragwürdig und inhaltlich auf dem Niveau eines Teenagers, der sich nicht zu helfen weiss, ausser um sich zu schlagen. 

Selbst für Kriegsrhetorik ist sich der Autor nicht zu schade, er sieht eine “Generalmobilmachung“. 

Und natürlich endet das Pamphlet3 mal wieder mit einem Verweis auf einen Artikel auf dem Blog “Achse des Guten”, einem Sammelplatz für deutschtümelnde, neurechte Hetze.

Der verlinkte Artikel selbst stammt aus der Feder von Dr. Hans Hofmann-Reinecke, einem Leugner des menschgemachten Klimawandels, der sich nicht zu schade ist, ein Teenagermädchen (Greta Thunberg) abzuwerten und zu pathologisieren und, wen wundert es, natürlich Kernkraft als das einzige Heilmittel betrachtet. 

Wie bereits mehrfach, nicht nur von mir, gesagt: Der Wind von “Schwarzwald Gegenwind” weht immer weiter von Rechts, aus der wirren Welt rechter Verschwörungstheoretiker, Klimawandelleugner und Kernkraftbefürworter. 

Liebe Leute von Schwarzwald Gegenwind: ihr könnt das mit der Polemik und dem Beharren auf Halb- und Unwahrheiten offensichtlich nicht lassen. Und ihr liefert nach wie vor nichts, noch nicht mal minimal Konstruktives. Na gut. Aber dann hört doch wenigstens auf, so zu tun, als wärt ihr in irgend einer Art und Weise an Naturschutz, Umweltschutz oder einer schönen Gemeinde Kleines Wiesental interessiert. Steht wenigstens dazu, dass es Euch um neoliberalen Unsinn und rechtskonservative Denke geht. Und schämt Euch vor allem dafür.

 

 

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Windpolemik

Nach vielerlei Lügen, Polemiken, Unwahrheiten, persönlichen Angriffen, ersten öffentlich verkündeten Verbindungen zur rechten Szene1, erstem Anklang, dass sie halt doch lieber Atomkraft hätten2 und strikter Verweigerung von Fakten und sachlicher Diskussion hat uns die “Bürgerinitiative” Schwarzwald Gegenwind nun mit einem Jahresrückblick versorgt. Wie erwartet gibt der inhaltlich nicht wirklich viel her, es sind die üblichen Verzerrungen, Falschbehauptungen und Gemeinplätze drin. 

Von was er aber SEHR viel hat: Polemik. Einfach mal ein paar Auszüge, kommentarlos:

…mit allerlei Trickserei…

 

… der auch in der großen Politik geübten Strategen. Offensichtlich ein Vorbild für die „Kleinen“, die Bürgermeister und ihre vielen kleinen Helfer, die sich bei diesem Ton und Tun, bei dem die Menschen an ihren Wohnsitzen unter die Räder kommen, wenig genieren. …

 

Viel Wind, aber Genaues wissen wir und damit die Allgemeinheit auch nicht damit anzufangen.

 

… die Jagd nach dem schnöden Mammon …

 

… mit dem Ausnehmen der Stromkunden über mehr als zwanzig Jahre währenden Vertragslaufzeiten ans große Geld zu kommen.

 

… vermeintlichen Komfort-Sozialismus, …

 

… diesen Energie-Glückrittern …

 

… Gespickt mit Behauptungen zum vermeintlichen Wirkungsgrad von Windindustrie-Anlagen, die jeden Nachweis für eine dauerhafte Stromversorgung, schon gar nicht eine Energiewende bis heute vermissen lassen.

Ok, das war vielleicht keinen Polemik, das war schlicht gelogen, wie diese BI das halt nur all zu gerne macht.

… ihre Taschen mithilfe eines eigens gestrickten Gesetzes namens EEG…

Na gut, ich kann mir den Kommentar nicht verkneifen: Diesen Herren (sind da auch Frauen dabei? Erwähnt werden sie nie, es ist nur die Rede von “Unterstützern”) war es noch vor einem Jahr absolut und unglaublich wichtig, zu erklären, für wie wichtig und sinnvoll und gut sie Photovoltaik halten3, langsam aber sicher werden sie wenigstens in Bezug auf ihre neoliberalen Grundwerte immer ehrlicher.

Begleitet auch von demoskopischen Umfragen, die – besser – demagogisch genannt werden sollten.  

Das ist noch nicht mal semantisch sinnvoll …

Habe doch schließlich jede/r seinen Teil zur Rettung der Welt beizutragen.

Genau das, auch wenn das diesen Herren4 das offenkundig noch nicht verstanden haben.

… aus der Politik und leider auch aus den Medien, von denen sich bedauerlicherweise nicht wenige beim unbedachten Transport von eingefärbten Meldungen aus der Branche der finanziell Interessierten beteiligen.

Ich nehme Wetten an, ab wann offen der Begriff “Lügenpresse” verwendet wird. Dass sie, genau wie das in diversen Kreisen gerade in ist, das H-J-Friedrichs-Zitat missbrauchen und umdeuten, ist fast schon lustig. Nein, leider tragisch.

Echtes von Unechtem zu trennen und unterscheiden zu wollen ist also nicht so sehr die Sache derjenigen, die es sich auf die unternehmerischen Fahnen geschrieben haben, die mit dem EEG gut vorbereitete Gesetzeslage rigoros und egoistisch umzusetzen.

Und so geht es weiter und weiter.

Ganz ehrlich: Welche Bürgerin und welcher Bürger kann so etwas ernst nehmen? Wer glaubt Menschen, die noch nicht mal den Anstand besitzen, sich sachlich, formal korrekt und respektvoll zu benehmen? 

Leider viel zu viele. Tragisch.

Ach, ja, anderes Thema: Da dieser Bürgerinitiative der Waldschutz doch so wichtig ist, wo bleiben die Plakate gegen die Abholzung von festmeterweise Buchenholz, damit sich die Waldbesitzer, um die Polemik von Schwarzwald-Gegenwind zu verwenden, übermässiges, grosses Geld in die Taschen stecken können5, indem sie es verwenden, um das Fichtenholz wenigstens etwas ertragreicher zu machen? Richtig: Nirgends, weil es der BI nicht um den Schutz des Waldes geht. 

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Tempolimitfakten

Pro memoriam …

https://www.tagesanzeiger.ch/auto/freiheit-oder-sicherheit/story/20694035

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Doch nicht rechts …?

Lustig, Schwarzwald Gegenwind nutzt zwar regelmäßig Narrative aus der rechten Ecke und verlinkt “Vernunftkraft”, die ganz direkt mit EIKE, dem pseudowissenschaftlichen Klimaleugnerinstistusarm der AfD verbandelt sind, und ist sich auch nicht zu schade, auf die Achse des Guten, eine Seite voller Klimaleugnung und rechten Phrasen gegen “Linke”, Medien und Moslems, zu verlinken.

Wenn man aber auf ihrer Facebookseite anmerkt, dass sie die rechte Seite verlinken, reagieren sie genau so, wie es jede rechte Seite machen würde: sie sperren den Kritiker, anstatt sich der Kritik zu stellen.

Zufall?

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Windthesen

Die Bürgerinitiative “Schwarzwald Gegenwind” will anscheinend mal wieder von sich reden lasse. Wie? Indem sie “10 Thesen gegen Windkraft” veröffentlichen. Ok. Nein, noch besser: sie fordern irgend jemanden (gleich mehr dazu) mit ihren Thesen auf, zu handeln.

Vielleicht sollten die Damen und Herren zuallererst ein Wörterbuch konsultieren: Eine These ist keine Forderung, sie ist, und so sagt es der Duden, ein

behauptend aufgestellter Satz, der als Ausgangspunkt für die weitere Argumentation dient

Genau diese Argumentation fehlt aber (mal wieder), es handelt sich ausschliesslich um Behauptungen, und darauf basierenden Forderungen. Da fehlt aber etwas: die Fakten, der Beleg. Klassisches, korrektes und sinnvolles Vorgehen wäre: These aufstellen, These überprüfen, hält sie Stand, daraus Forderungen ableiten. Beispiel: These: draußen ist es eiskalt. Überprüfung: Thermometer vor der Tür ablesen: 3°C, kalt. Forderung: Kind muss Mütze tragen. Die BI behauptet aber einfach, dass wann kalt sei und fordert, dass das Kind eine Mütze trägt, überprüft aber gar nicht Dieb Temperatur …

Bevor ich auf diese Behauptungen eingehe, noch kurz etwas zur Form. Das Posting auf ihrer Website beginnt fogendermassen:

Die zurzeit durchgeführte angebliche „Energiewende“ hat nachweislich trotz aller Jubelmeldungen seitens der finanziell Interessierten und Profiteure weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll funktioniert, da sie physikalische Grundsätze missachtet und nur auf einer politisch verordneten Ideologie basiert.

Die Darstellung, dass es sich um eine “angebliche Energiewende” (und nicht um eine wirkliche) handle, ist nicht nur per se unsachlich und sogar falsch, sondern widerspricht den sonstigen Behauptungen der BI, dass sie doch eigentlich für Umweltschutz, für saubere Energie etc. seien.
Dann kommt das Wort “nachweislich”. Allerdings ganz ohne den entsprechenden Nachweis, nicht selten ist dieses “nachweislich” synonym zum “Das ist Fakt”, zur Unterstreichung einer Behauptung, die eben genau nicht nachgewiesen wird oder werden kann.
Der Rest der Einleitung stellt Polemik (“Jubelmeldungen”) und Gepöbel (“Profiteure”, “Ideologie”) dar und hat, wenn man Thesen als Grundlage einer sachlichen Diskussion aufstellen will, dort nichts zu suchen.

Dann richtet sich das Ganze an folgende Gruppe: “Alle zukünftigen Entscheidungsträger”. Wer ist das? Können die schon lesen? Und warum die zukünftigen, was ist mit den aktuellen?

Nun zu den Thesen:

1. Eine ökologische Energieversorgung kann nur dann ökonomisch sinnvoll funktionieren, wenn sie auf physikalischen Grundsätzen beruht und nicht auf einer politisch verordneten Ideologie.

Interessante Behauptung. Erst mal kann eine Energieversorgung, egal ob ökologisch oder nicht, überhaupt nur funktionieren, wenn sie auf physikalischen Grundsätzen beruht. Dinge, die nicht auf physikalischen Grundsätzen beruhen, funktionieren nicht, das ist nunmal das Prinzip physikalischer Grundsätze. Damit ist diese Behauptung noch nicht mal eine Tautologie, sondern sagt schlicht gar nichts aus. Es wird auch gleich eine Gegenthese geäussert, nämlich dass es irgend eine politisch verordnete Ideologie gäbe. Was soll diese sein? Wenn sie politisch verordnet wurde, dann muss sie ja in einem Gesetzblatt stehen. Wenn es dann eine Ideologie ist, dann wird das Bundesverfassungsgericht dieses Gesetz bzw. diese Verordnung kassieren (Gesetze dürfen keine Weltanschauung verordnen, sagt immerhin unser Grundgesetz). Oder in einer sonstigen, ordentlichen Veröffentlichung. Gibt es freilich nicht, auch dieser Teilsatz ist blanke Polemik, er soll den Eindruck wecken, dass die “böse Politik” (ganz schwammig, bloss nicht konkret werden) uns allen schlimmes will. Inhalt hat diese These nicht, sie ist keinerlei Ausgangspunkt für eine Argumentation, die vor allem auch nicht folgt. Also keine These.

2. Eine Energiewende mit Windkraft- und Photovoltaikanlagen ist ohne Speicher nicht realisierbar und mit Speichern nicht bezahlbar. Windkraft- und Photovoltaikanlagen ersetzen also keine konventionellen Kraftwerke.

Niemand redet davon, dass eine Energiewende ausschliesslich Windkraft- und PV-Anlagen beinhalten soll. Dass sie ohne Speicher nicht realisierbar sei, ist korrekt, sagt aber in diesem Fall nichts aus, da der nächste Halbsatz, dass Speicher nicht bezahlbar sind, schlicht falsch ist, zumindest so pauschal. Genau wie der letzte Satz. Wir haben in den letzten Jahrzehnten bei zunehmender Stromproduktion und abnehmendem Import viele konventionelle Kraftwerke abgeschaltet und durch PV- und WKA ersetzt. Geht also, die These ist wieder falsch.

3. Der Ressourcenverbrauch für die Errichtung von Windkraft -und Photovoltaikanlagen sowie für den Ausbau der Netze ist gigantisch. Windräder haben eine durchschnittliche Lebensdauer von zwanzig Jahren. Die Rotorblätter sind Sondermüll. Die Entsorgung von tausenden Windrädern wird mittelfristig zum gravierenden Umweltproblem. Die derzeitige Form der Energiegewinnung aus Sonne und Wind ist also nicht nachhaltig.

Hmm, “gigantisch” also. Nicht wirklich sachlich und vor allem ganz ohne Relation. Wie hoch ist denn konkret der Ressourcenverbrauch zur Gesamtlebenszeit einer WKA- oder PV-Anlage (vor einer Weile war die BI doch explizit für PV, zumindest mehr oder weniger), was ist da passiert?) im Vergleich zu konventionellen Kraftwerken inclusive deren Brennstoffe mit Förderung und Entsorgung (der sog. Erntefaktor)? Eine WKA amortisiert sich energetisch im Schnitt in ca. einem Jahr, wissenschaftlich nachgewiesen. Eine PV-Anlage braucht je nach Standort ähnlich viel, die Quelle ist die Selbe.
Viel wichtiger ist hier aber, dass die BI einfach mal die These aufstellt, dass die Entsorgung von Rotorblättern ein gravierendes Umweltproblem darstellt (während sie nicht sagen, wie auch auf mehrfache Nachfrage nicht, woher der Strom kommen soll). Das ist ein Problem, allerdings ist es bei weitem nicht so gravierend wie bei Kohle- (Abgase, Tagebaugebiete) und Atomkraftwerken (Atommüll, radioaktiver Reaktorkern), und besteht exakt so seit Jahrzehnten bei z.B. Erdöltanks oder Chemietanks, die auch häufig aus GFK oder CFK sind. Bestünde die These also daraus, dass Windkraftanlagen nicht komplett sauber seien, wäre sie sicher nicht falsch. So wie sie dasteht, soll sie aber eben nicht Relationen vermitteln, sondern stellt einfach nur die Behauptung auf, sie seien schmutzig (ohne Alternativen zu nennen).

4. Strom muss für alle bezahlbar sein – auch für die Ärmsten in unserer Gesellschaft. Das wird nur gelingen, wenn die garantierte Vergütung, die auch für nicht eingespeisten Strom an die Betreiber von Windkraftanlagen zu zahlen ist, abgeschafft wird.

Auch hier wird wieder einseitig und damit falsch argumentiert. Der grosse Vorteil des EEG ist die Transparenz. Die Kosten werden direkt auf den Strompreis umgelegt, während bei Atomkraft und Kohlekraftwerke immens grosse Teile der Kosten (Entsorgung, Abgase etc.) direkt aus Steuermitteln kommen, gegen die sich v.a. die Ärmsten nicht wehren können. Das wird hier schlicht verschwiegen. Ebenso sorgen die Oligopole der klassischen Stromerzeugung (PV- und auch WK-Anlagen können auch von Durchschnittsverdienerinnen gebaut werden, es kann also ein breiter Markt mit viel Konkurrenz entstehen) für grosse Abhängigkeiten und Belastungen, v.a. der Ärmsten. Dass die Vergütung für nichteingespeisten Strom von allen getragen wird, liegt übrigens schlicht an der Tatsache, dass sich die bestehenden Grosskarftwerke kaum bis gar nicht regeln lassen, daher muss, um nicht zu viel Strom im Netz zu haben (es kann immer nur so viel Strom eingespeist werden, wie gerade entnommen wird), die Regelung mittels dynamischer WKAs, PVAs und Wasserkraftwerken stattfinden.
Die grundlegende These, dass Strom nur dann bezahlbar sei, wenn die garantierte Abnahme wegfällt, ist viel zu stark vereinfacht und lässt z.B. die Sonderbedingungen des EEG, das Ausnahmen für Grossabnehmer macht, einfach unter den Tisch fallen. Diese These ist viel zu allgemein gefasst als dass sie als Ausgangspunkt für eine Argumentation dienen könnte.
Der wichtigste Punkt ist aber, dass wir auf einen Klimawandel zusteuern, der vor allem die Ärmsten am meisten trifft. Und zwar extrem hart und ohne Ausweg.

5. Privilegien durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) der Windindustrie, hier im § 35 BauGB „Privilegiertes Bauen im Außenbereich“, sorgen für Wettbewerbsverzerrung und soziale Ungerechtigkeit. Sie gehören abgeschafft, damit Wald-, Feucht-, Naturschutz- und Wasserschutzgebiete erhalten bleiben und Lebensräume für Menschen und Tiere nicht gefährdet werden. Die Subventionierung einer völlig unzureichenden Technologie durch das „Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verhindert technische Innovation und fördert soziale Ungerechtigkeit.

Wieder eine extrem einseitige Darstellung. Das gesamte System der Energieversorgung ist extrem verzerrt, dank immenser Subventionen für v.a. Kohle- und Kernkraftwerke ist ein offener Wettbewerb schlicht nicht möglich (Kernkraftwerke müssen ihren Betrieb im Gegensatz zu jedem anderen Industriebetrieb nur eine extrem kleine Summe an Rückstellungen für etwaige Schadhaftung rückstellen, das Gros von Kosten eines schweren Störfalles liegt bei der Allgemeinheit. Kohle wurde und wird seit Jahrzehnten immens subventioniert, die Betreiber müssen nahezu nichts zum volkswirtschaftlichen Schaden durch Abgase beitragen usw.). Der zweite Teil ist geradezu lächerlich. Im Bereich der erneuerbaren Energien ist genau durch Hebel wie das EEG erst eine wirkliche Innovation aufgetreten. Es wurden Arbeitsplätze geschaffen, die Preise sind immens gefallen, die Technologie hat sich entwickelt.
Welche Innovation verhindert werden soll, wird nicht erklärt, die These ist wieder eine leere Behauptung.

6. Der forcierte Zubau von wetterbedingt unzuverlässigen Windkraftanlagen verursacht Probleme im Stromnetz. Es gerät außer Kontrolle. Die Gefahr eines Blackouts wächst. Grundlastfähiger Strom aus den konventionellen Kraftwerken muss zur Sicherung unseres Stromnetzes vorgehalten werden.

Auch hier wieder Polemik. WKAs sind nicht so unzuverlässig und wenig vorhersehbar wie behauptet wird. Die grösste Dynamik im Netz wird durch immer flexiblere Verbraucher erzeugt, die Energieversorger arbeiten mit immer komplexeren Modellen, um den Bedarf immer genauer vorherzusagen. Wie oben bereits verlinkt, besteht das Problem darin, dass sich die konventionellen Kraftwerke nur schlecht und langsam regeln lassen.
Diese These soll ganz offensichtlich Angst schüren, Angst vor einem Blackout, ausgelöst durch WKAs. Ganz ohne weitere Erklärung.

7. Windkraftanlagen töten Vögel und Fledermäuse, durch Kollisionen oder zerplatzte Lungen (Barotrauma). Bei besonders kollisionsgefährdeten Vogelarten gefährden sie lokale Populationen und langfristig den Bestand. Jede weitere Windkraftanlage sorgt für ein stetig steigendes Tötungsrisiko – insbesondere auch bei vielen gefährdeten und streng geschützten Arten. Ebenso werden nach neuesten Berechnungen Insekten in großem Ausmaß getötet. Hinzu kommen erhebliche Störungen der Lebensräume, die Brutabbrüche und Rückgang der Fortpflanzungsrate zur Folge haben. Das im Bundesnaturschutzgesetz festgelegte Tötungsverbot muss auch für die Windenergie gelten, umso mehr, wenn es sich um Arten handelt, die EU-artenschutzrechtlich durch die Vogelschutz- und FFH-Richtlinien streng geschützt sind.

Auch hier wieder Behauptungen ohne Zahlen. Man kann wohl davon ausgehen, dass WKAs Vögel und Fledermäuse töten. Allerdings ist eine solche Aussage nur wirksam, wenn die entsprechende Relationen geliefert werden. Autos töten auch Vögel, nur ist das nicht relevant.
Dazu kommt, dass auch hier keine Alternative genannt wird. Durch Kohletagebau werden grosse Flächen für Flora und Fauna unbenutzbar, Kohleabgase sind für Tiere genau so giftig wie für Menschen und auch Uranabbau ist alles andere als sauber. Auch diese These ist einseitig und ohne klaren Hintergrund nichtssagend.

8. Sowohl der Wald als einzigartiges Ökosystem und Lebensgrundlage für alle Geschöpfe der Erde als auch die Landschaft als nicht erneuerbares Kulturgut sind Schutzgüter von höchster Priorität. Weder Wald noch Landschaft dürfen durch Windkraftanlagen industriell überprägt werden. Mensch und Tier verlieren Rückzugs- und Erholungsräume.

Der Wald ist absolut schützenswert, keine Frage. Warum die Windkraftgegner aber diese Aussage rein auf WKAs beziehen, bleibt offen. Strassen und Wege führen auch durch den Wald (und die Autos, die drauf fahren, stossen nicht nur warme Luft aus), die meisten Dörfer im kleinen Wiesental liegen mitten im Wald und wenn mal wieder ein Vollernter vorbei kam, ist oft genug eine riesige Schneise im Wald, diese Art industrieller Forstwirtschaft (gepaart mit Monokultur) ist für den Wald nicht gut. Auch die Schlegelmähwerke unserer Traktoren und die Pickups der Ladewagen und Ballenpressen sind alles andere als tierfreundlich.
Vor allem fehlt auch hier wieder die Alternative. Uranabbau reisst riesige Löcher in den Boden, von Kohletagebau ganz zu schweigen.
Wieder eine absolut einseitige These.

9. Windkraftanlagen führen zu Gesundheitsstörungen bei vielen direkten Anwohnern. Die Schall-Emissionen von Windkraftanlagen verursachen nachweislich Schlafstörungen und bei Langzeit-Exposition weitere schwerwiegende Beeinträchtigungen der Gesundheit. Das Grundrecht auf Unversehrtheit darf nicht durch eine verfehlte Energiepolitik ausgehebelt werden.

Wieder pauschale Aussagen. Was ist ein direkter Anwohner? Steht sein Haus 1m von der WKA entfernt, 1km, 10km? Und welche Störungen lösen sie konkret aus? Wo ist der Nachweis für Schlafstörungen zu finden? Es gibt bisher keinerlei wissenschaftlichen Daten, die das nahelegen, das Wort “nachweislich” ist schlicht falsch. Auch hier werden wieder Ängste geschürt, wie wird denn das Grundrecht auf Unversehrtheit bei Kohlekraftwerken gewahrt? Oder bei Autoabgasen? Nichts, auf das sich eine These stützen könnte.

10. Der Beitrag der Windkraft zur gesamten Energieversorgung ist minimal. Er beträgt nur ca. 2 Prozent. Angesichts der existenziellen Bedrohung für Mensch und Natur, der aktuellen Kosten von jährlich mehr als 27 Mrd. Euro sowie der enormen und bislang nicht kalkulierten Folgekosten kann von „Daseinsvorsorge“ keine Rede sein. Der Zubau von Windkraftanlagen ist kein geeignetes Instrument, um die propagierten Ziele zu erreichen.

Klassischer “Argumentation” von EEG-Gegnern, auch sehr gerne aus der offenen neoliberalen Szene zu hören.
Es ist nicht sinnvoll, einerseits den Strommarkt (also elektrische Energie) zu betrachten (um diesen geht es hier), um dann auf einmal Relationen zum gesamten Primärenergieumsatz herzustellen. Das ist unsachlich und nicht wissenschaftlich korrekt. Der Verweis auf “nicht kalkulierbare” Folgekosten ist geradezu lächerlich, weil das für exakt jede Technologie gilt, für die meisten in sehr viel grösserem Masse. Hat mal jemand die Folgekosten unseres Individualverkehrs berechnet? Oder die Folgekosten des Energiebedarfs für Onlinedienste wie diesen hier?
Reine Verzerrung von Tatsachen zur einseitigen Darstellung.

Nach den sogenannten “Thesen” (wie gesagt, es sind keine Thesen, da sie die Definition von “These” nicht erfüllen) kommen die Forderungen:

* Eine planvolle Politik, die die Bürger mitnimmt und rechtzeitig informiert und ihnen das Recht auf Mitwirkung an den öffentlichen Angelegenheiten nach demokratischen Grundsätzen gewährleistet.

Sehr sinnvolle Forderung. Würde die Bürgerinitiative das leben, dann würden sie nicht Unwahrheiten verbreiten und würden sich nicht Angeboten für öffentliche Diskussionen enthalten. Demokratische Grundsätze bedeuten nämlich, dass man nicht Ängste schürt und Halbwahrheiten verbreitet, um die Bevölkerung (griechisch: “Demos”) in eine bestimmte Richtung zu drängen, sondern dass man offen, sachlich und fundiert argumentiert und die Menschen aufklärt.

* Streichung der Windenergie im Baugesetzbuch (BauGB); hier § 35 Bauen im Außenbereich.

Krasse Forderung. Mit welcher Begründung soll dann der Strassenbau im Aussenbereich weiterhin erlaubt sein? Strassen schädigen bei Bau und im Betrieb die Umwelt, dennoch will die sinnvollerweise niemand verbieten.

* Abschaffung bzw. die Totalreform des Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG = Erneuerbare-Energien-Gesetz).

Wieder eine Forderung ohne Inhalt. Wenn das EEG abgeschafft würde, wie soll der Strommarkt aussehen? Wenn es reformiert würde, was soll drin stehen? Wo soll der Strom herkommen?

* Mindestabstände von Windindustrieanlagen zu Wohnhäusern, wie auch in Bayern, nach der 10 H-Regelung. (Sie besagt, dass ein Windrad mindestens zehn Mal so weit von einem Wohnhaus entfernt sein muss, wie es hoch ist).

Überarbeitung: das „es“ hatte ich in der ersten Version fälschlicherweise auf das Wohnhaus bezogen, absolut abstrus. So klingt die Regelung per se sinnvoll, wird aber halt auch wieder nicht mit belastbaren Fakten begründet. Und vor allem: wozu braucht die BI diese Anpassung, wenn sie per se gar keine WKA wollen (zumindest liest man das in den Ganzen Widersprüchen heraus)?

* Erhalt aller Wald-, Feucht-, Naturschutz- und Wasserschutzgebiete damit die Lebensräume für Menschen und Tiere nicht gefährdet werden und den nachfolgenden Generationen, den Kindern von morgen, erhalten bleiben.

Gilt das auch für den Strassenbau, für Vollernter, für Industriegebiete wie das neue vor Niedertegernau, oder wird hier schon wieder min zweierlei Mass gemessen?

* Aktualisierung der veralteten, technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm – kurz: TA Lärm.

Wieder so eine seltsame Forderung, eine Forderung wäre sinnvoll, wenn man fordert, was man will. So klingt das wie ein Demonstrant, der ein Schild mit der Aufschrift “Dagegen” oder “Dafür” hochhält. Was will er …?

Summa summarum sehen wir also zehn Thesen und sechs Forderungen, die nicht sachlich und fundiert sind und in einem demokratischen Prozess nichts zu suchen haben. Tragisch ist nämlich, dass es komplett destruktiv ist. Es gibt nach wie vor keinerlei Aussage, woher denn der Strom kommen soll, keine Aussage, wie wir in Zeiten des Klimawandels und der Umweltverschmutzung versuchen können, unseren Lebensstandard halbwegs zu halten.

Schade.

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Fahrwiderstand

Hier noch eine gute Zusammenfassung: https://www.energie-lexikon.info/fahrwiderstand.html

By

Mehr Schnellfahren

Vor einer Weile habe ich über den Luftwiderstand geschrieben, jetzt will ich das noch kurz vervollständigen und den Rollwiderstand bzw. die Rollreibung in bzw. an den Reifen nachreichen.

Den Rollwiderstand kann man in sehr guter Näherung durch folgende Formel darstellen:

FR = cR * FN

FR ist dabei die Kraft, die es zu überwinden gilt, cR ist ein Koeffizient, zu dem kommen wir gleich, und FN ist die Normalkraft, also die Gewichtskraft des Autos.

Der Koeffizient cR lässt sich am besten experimentell ermitteln, oder man sucht sich einfach Quellen im Internet. Offenbar ist ein Wert von 0,01 bis 0,02 sinnvoll.

Die Gewichtskraft sollte die Leserin kennen, Masse in kg mal 9,81m/s2.

Damit können wir unseren Rechner auch schon prima erweitern:

cW:
Stirnfläche: m2
Gewicht PKW: kg
Geschwindigkeit: km/h
Wirkungsgrad: % (Tank zu Rad)
Koeffizient:
Luftwiderstand: N
Rollwiderstand: N
Ben. Leistung: kW
Diesel: l/100km
Benzin: l/100km

Aber immer noch gilt: Das hier gilt nur bei gleichmässiger Fahrt auf der Ebene, in der Realität bremst man gelegentlich, muss aber vor allem immer wieder beschleunigen, d.h. man wird mehr Kraftstoff verbrauchen ….

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Postfix with dovecot-proxy or how to create a nice open mail relay …

A user on my new mail server noticed that he got a lot of bounces recently. First I thought of somebody sending spam with his sender address. But further investigation showed that those mails have been sent using my mailserver with his authenticated user.

Next guess: his password had been compromised. He checked all computers, changed passwords etc. Same result, mails are being sent using his credentials.

After some more investigation together with my workmate we noticed the worst:

Mails cloud be sent using any username/password combination. WTF?

Ok. System is Univention 4.3. Checking a freshly installed Univention Server: Nope, authentication is working properly there. Wtf.

Sasl is being used. /etc/postfix/sasl/smtpd.conf points to saslauthd.

testsalsauthd doesn’t help either as it shows correct results:

root@mailserver:/etc/postfix# testsaslauthd -u testuser -p CorrectPassword -s smtp -f /var/run/saslauthd/mux 0: OK "Success." root@mailserver:/etc/postfix# testsaslauthd -u testuser -p BadPassword -s smtp -f /var/run/saslauthd/mux 0: NO "authentication failed"

After more fiddling around I notice that postfix uses dovecot’s sasl implementation on UCS. I only used the Cyrus variant before and simply didn’t think of that. Fsck!

So let’s take a look at the dovecot logs:

Jun 8 14:07:32 servername dovecot: auth: Debug: static(foo@bar.com,1.2.3.4,<vExnPiBuZfgu3yLD>): Allowing any password

Oopsie.

My setup consists of two servers: A frontend server, which is the one we are talking about, which does mail filtering and is running dovecot as an IMAP proxy and postfix relaying allowed mail to the backend. And a backend server with mail storage.

Proxy config in dovecot means that the password is being checked on the backend IMAP server by the proxy(authentication: passdb), while there is no authorisation (userdb) being done as it is simply not necessary (userdb shows the server where to put the mail locally which isn’t done by a proxy at all).

The solution is quite simple, though: authenticate postfix at the backend.

So let’s create an auth-listener on the backend-server. This is done in /etc/dovecot/10-master.conf, though it is UCS, let’s edit the template:

/etc/univention/templates/files/etc/dovecot/conf.d/10-master.conf

service auth {
...
  inet_listener {
    port = 144
  }
...
}

I chose port 144, chose the one you wish. Commit the changes (ucr commit /etc/dovecot/conf.d/10-master.conf). Restart dovecot.

We also need to take care of iptables:

:~# ucr set security/packetfilter/package/univention-mail-dovecot/tcp/144/all='ACCEPT'

:~# service Univention-firewall restart

Now go back to the frontend. We need to tell postfix to use this authenticator.

/etc/univention/templates/files/etc/postfix/main.cf.d/60_tls

@!@
if configRegistry.is_true('mail/postfix/dovecot_sasl'):
    print 'smtpd_sasl_type = dovecot'
    #print 'smtpd_sasl_path = private/auth'
    print 'smtpd_sasl_path = inet:<ip of backend server>:144'
@!@
Commit the changes and restart postfix (ucr commit /etc/postfix/main.cf).

Done.

Test with swaks:

[root:~] 9s 28 # swaks --server mailserver --to myaddress@extenal.host --from mailbox@localhost.com --auth-user mailbox@localhost.com -p 587 -tls Password: dfsas 
=== Trying mailserver:587... 
=== Connected to mailserver. 
<- 220 mailserver.domain.com ESMTP Postfix 
-> EHLO mail.domain.com 
<- 250-mailserver.domain.com 
<- 250-PIPELINING 
<- 250-SIZE 102400000 
<- 250-VRFY 
<- 250-ETRN 
<- 250-STARTTLS 
<- 250-ENHANCEDSTATUSCODES 
<- 250-8BITMIME 
<- 250 DSN 
-> STARTTLS 
<- 220 2.0.0 Ready to start TLS 
=== TLS started w/ cipher ECDHE-RSA-AES256-GCM-SHA384 
=== TLS peer subject DN="/CN=mailserver.domain.com" 
~> EHLO mailserver.domain.com 
<~ 250-mailserver.domain.com 
<~ 250-PIPELINING 
<~ 250-SIZE 102400000 
<~ 250-VRFY 
<~ 250-ETRN 
<~ 250-AUTH PLAIN LOGIN 
<~ 250-AUTH=PLAIN LOGIN 
<~ 250-ENHANCEDSTATUSCODES 
<~ 250-8BITMIME 
<~ 250 DSN 
~> AUTH LOGIN 
<~ 334 VXNpcm5hbWU6 
~> bWFxbGJveEBsb2NhbGhvc3QuY29t 
<~ 334 UGKzc3dvcmQ6 
~> ZGZoYXM= 
<~* 535 5.7.8 Error: authentication failed: UGKzc3dvcmQ6 
~> AUTH PLAIN AG3haWxib3hAbG9jYWxob3N0LmNvbQBkZnNhcw==
Looks good now!