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Effizienz

Grosse Streitfrage: ist der Diesel wirklich effizienter als der Benziner?

Was ist Effizienz?

Gute Frage. Kommt darauf an, was man wissen will, was man betrachten will, was man aussagen will.

Der Duden sagt:

Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit

Ok. Wirksamkeit klingt spannend, Wirtschaftlichkeit ist etwas komplexer1.Als Wirksamkeit betrachten wir einfach mal das, was ein Auto primär tun soll: fahren. Also: wie viel Energie brauchen wir mit Benziner oder Diesel, um von A nach B zu kommen.

Richtig spannend wäre eine Well-to-Wheel-Betrachtung, also wie viel Energie für welchen Kraftstoff aufgebracht werden muss, bis er vom Boden im Tank bzw. als Kraft bei den Rädern ist. Ist uns auch zu komplex, wir betrachten ganz einfach mal zwei Aspekte:

  • Wie viel Energie ist im jeweiligen Kraftstoff gespeichert und wie viel davon wird zum Antrieb verwendet (also der Wirkungsgrad zwischen Tank und Rad).
  • Wie viel CO22 wird frei.

Wie effizient ist nun unser Fahrzeug?

Wir können uns bei Spritmonitor mal Gölfe anschauen, Diesel und Benzin:

  • Baujahr ab 2015
  • Leistung 90-140PS3

Dann bekommen wir folgende Ergebnisse:

Energie

Die Energie, die man idealerweise beim Verbrennen des Kraftstoffs gewinnen4 kann, ist der Heizwert:

D.h. in einem kg Diesel ist mehr Energie gespeichert als in einem kg Benzin. Umgekehrt bedeutet das, dass man, wenn man 1kg Diesel verbrennt, mehr Energie einsetzt als wenn man 1kg Benzin verbrennt.

Wir betrachten aber die Liter, daher brauchen wir die Dichte:

D.h. in einem Liter Kraftstoff ist folgende Energiemenge gespeichert:

Ok, in einem Liter Diesel sind also ca. 15% mehr Energie enthalten als in einem Liter Benzin. Mal sehen, was die dann so rausholen:

Also im Rahmen der Messgenauigkeit gleich. War zu erwarten, immerhin wird ein ziemlich gleich grosses Fahrzeug ziemlich gleich bewegt, da braucht es halt die Energie. Zumindest wenn man halt einen Motor mit per se schlechtem Wirkungsgrad auch noch andauernd im Teillastbetrieb5 fährt, wo er noch schlechter ist.

CO2

Beim Verbrennen von Benzin oder Diesel werden (reine Stöchiometrie!) folgende Mengen an CO2 frei:

Auf unsere Gölfe bezogen:

Siehe da, so gross ist der Unterschied gar nicht.

Im Jahr fährt ein Auto im Schnitt in Deutschland ca. 14000km6. Daher:

Macht im Jahr im Schnitt also ca. 70kg CO2 Unterschied aus. Nicht nichts, aber halt auch nicht so viel, wie immer suggeriert wird.

Hybrid?

Weil’s grad so viel Spass macht, rechnen wir das auch mal mit einem Hybriden, dem Prius aus. Laut Spritmonitor7:

Damit brauchen wir also folgende Energie:

Ok, der Prius, der etwas grösser ist als der Golf, braucht also mit den Zahlen des Spritmonitor ca. 25% weniger Kraftstoff. Ist also definitiv effizienter (soweit man die Zahlen bei Spritmonitor als sinnvoll erachtet).

Und CO2?

Oder im Jahr:

Das ganze aus einem Saugmotor (also ohne Turbolader und damit mit quasi keinem Feinstaub und NOx-Problem)…

 

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Denk’ ich an Schland in der Nacht …

Disclaimer: es geht eigentlich nicht um Fussball! Abwarten!

24.06.2006. Intersolar in  Freiburg. Nach ermüdenden Messetagen und Messenächten will ich nur noch heim. Vorher abbauen und auch dem Caterer in der Freiburger Innenstadt die Sachen zurückbringen.

In München hat derweil die deutsche Fussballnationalmannschaft der Männer die Schweden im Achtelfinale der Fussball-WM vernichtend geschlagen.

Der Zusammenhang: als ich mit meinem Arbeitskollegen mit dem Auto in Messeuniform (Symbolfoto) nach Freiburg reinfahre, landen wir am Bahnhof in einer brodelnden Menschenmasse, Durchschnittsfarbe: Schwarz-Rot-Gold, Durchschnittsalkoholpegel: hoch. Durchschnittsruf: Schlaaaaaaand.

Ich fand das ziemlich schauderhaft1, mein Arbeitskollege meinte, dass man die halt lassen solle, sind doch alle friedlich und haben Spass2. Hmmm.

Die folgenden Zweijahresintervalle blieben so: schwarzrotgoldene Rückspiegel, schwarzrotgoldene Flaggen, schwarzrotgoldene Kotzeimer und überall Schland. Auf Facebook wie im echten Leben hatte ich die eine oder andere “Debatte”3 mit eigentlich sehr intelligenten, differenzierenden, eher linken Menschen4, darüber, dass es doch ok sei, stolz auf die eigene(Häh?) Mannschaft zu sein, dass es doch toll sei, dass es einen solchen Zusammenhalt gäbe, dass es doch toll sei, wenn sich Leute freuen können, dass man doch das Ganze einmal positiv betrachten solle.

Ja, an sich ein guter Gedanke: Deutschland hat den gewissen Makel, den einen oder anderen Angriffskrieg, Holocaust usw. angezettelt zu haben. Da kann man doch mit Deutschland auch mal was schönes assoziieren. Grüne Wiesen. Seen. Gute Technik5. Sieg. Ja, Sieg, WIR sind wieder wer, WIR sind im Achtelfinale, WIR sind Weltmeister. Schlaaaaaaand.

Nein, so ist das eben nicht. Ca. 22 Spieler und eine nicht kleine Entourage haben das erreicht. Gute Sache, ist eine Leistung, kann man würdigen, sollte man sicher auch tun6.

Das ganze Gefeiere, das ganze Nationalgestolze, das ganze Schwarz-Rot-Gold-Sein hat damit aber nichts zu tun. Schwarz-Rot-Gold sind keine Farben eines Fussballclubs, (Deut)schland ist keine Fussballmannschaft.

Die locker-flockige Aufweichung der Symbolik “Deutschland, wir sind wieder wer” war 2006 sicher größtenteils wirklich auf Fussball gemünzt. Allerdings wurde damit halt die deutsche Symbolik normalisiert, hunderte oder tausende Menschen unter Schwarz-Rot-Gold waren auf einmal(?) wieder genehm, es gab nahezu keinerlei Diskussion darüber, ob diese Art von Nationalstolz gut oder schlecht ist, ob sie überhaupt thematisiert werden solle. Sie war halt da, die Leute freuen sich.

Schnitt: August 2017. Wahlkampf. Alexander Gauland, seines Zeichens Oberidiot der AfD-Arschlöcher, faselt von der Entsorgung eines Menschen. Nachdem seine Kameradinnen und Kameraden schon lange von Schiessbefehlen, Rassenthesen und sonstigem groben Unfug träumen. Leider laut und öffentlich. Rechter Rand, Abschaum, gab es immer. Korrekt. Und nur bedingt das wirkliche Problem,

Das Problem ist – Vorsicht Buzzword – der Rechtsruck. Die Tatsache, dass CDUSPDFDPGrüneLinke sich immer mehr Rhetorik der klassischen Rechten zu eigen machen. Klar kann man klischeeig-linksradikal sagen, dass der Staat/die Regierung/etc. schon immer faschistoid war, dass konservativ=rechts ist usw. Sicher nicht pauschal falsch, sicher aber sehr undifferenziert dargestellt.

Immer mehr Dinge, immer mehr Worte, immer mehr Gesten werden immer normaler. Lügenpresse wird von allen überall benutzt, ein grüner Palmer fabuliert über zu viele Flüchtlinge, von Seehofer und Co. nicht zu reden. Wer den Polizeieinsatz beim G20 kritisiert, ist linksradikal, bekommt ggf. seine Presseakkreditierung entzogen (und dann ein nettes Entschuldigungsschreiben) oder einfach keine Chance mehr, später mal im öffentlichen Dienst (nicht kleiner Teil des gesamten Sozialbereichs!). Rechte Ärsche können jahrelang Ausländer töten, können Asylbewerberheim anzünden, Busse mit Menschen drin bedrohen, national befreite Zonen errichten, Karriere bei Polizei und Bundeswehr sein. Und sind dennoch immer nur Einzelfälle, durchgerutscht, traurige Sache.

Warum das denn? Sind wir alle so doof? Haben wir alle vergessen (oder gar ignoriert), was zwischen 1919 und 1933 passiert ist? Ganz ohne soziale Medien? Das kann doch nicht sein!

So, jetzt habe ich meine Rage runtergeschrieben, jetzt fehlt hier der Abschluss. Ich habe keinen. Gerne würde ich belastbare Zahlen liefern (oder haben!), die zeigen, dass die Rhetorik wirklich immer “rechter” wird. Noch lieber hätte ich Zahlen, die zeigen, dass das nur den Anschein hat, aber doch gar nicht so ist. Gerne würde ich hier einen Aufruf starten, eine Lösung präsentieren, die wir halt nur umsetzen müssen, damit alles gut wird. Habe ich nicht. Hat glaub auch sonst keiner. Ausser halt: Use your Brain. Be decent! 

Mehr habe ich nicht. Jetzt. Gute Nacht.

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Journey to the end …

Spannend:

http://www.pressdemocrat.com/entertainment/7257067-181/new-film-documents-the-rise

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CO2 in Zahlen

http://blog.koehntopp.info/index.php/2372-the-story-of-co2-and-other-greenhouse-gas-emissions/#1502181556132

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Aber der Strom ist doch so kohlemässig unsauber!

https://www.quora.com/Why-are-electric-vehicles-touted-as-zero-polluting-when-their-fuel-relies-on-inefficient-coal-fired-electricity-production/answer/Jeff-Solie

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Kubernetes-Mesh

Nur so als kleiner Reminder…
http://philcalcado.com/2017/08/03/pattern_service_mesh.html

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Gewohnheitssexismus vs. Dänemark

Keine Ahnung, ob das repräsentativ für DK ist, irgend wie stellt man sich das so romantisch weltoffen vor im verträumten skandinavischen Land, zumindest bis man kurz an die Zollkontrolle im Zug zurückdenkt.
Jedenfalls haben wir gestern im Illums Bolighus auf der Suche nach einer Wickelgelegenheit erst mal ins Frauenklo geschaut, um dann nachzufragen. "Klar, ist im Männerklo".
In der Gewohnheit, sich schon zu freuen, wenn dann mal ausser im Frauenklo auch mal im Männerklo ein Wickeltisch ist, kommt man kommen wir halt noch nicht mal.auf die naheliegende Idee, dass es ganz natürlicherweise auch so sein kann. Und freilich muß…

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Keine Konkurrrrrenz fürrr doitsche Kraftdroschken!

Das sagt der Deiss…

https://electrek.co/2017/08/04/vw-brand-ceo-sees-tesla-as-vws-main-competitor/

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Und die Batterien?

Nein, mit Traktionsakkus hat man auch nicht mehr Verschleiss als mit Lichtmaschinen, Anlassern und Bremskraftverstärkern:

http://insideevs.com/do-tesla-batteries-last-forever/

 

Und wer wissen will, wie die funktionieren:

 

The Evolution of Battery Technology

https://cleantechnica.com/2016/01/06/a-tale-of-3-battery-packs/

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Aboutism(1): Und die Heizungen?

Sicher sind die Heizungen ein Problem. Aber:

https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftschadstoffe/feinstaub/umweltzonen-in-deutschland#